WEIMAR.
3J. Route. 145
Rokokosaal. Hübsche Aussicht vor dem w. Portal und vom Schloß-garten aus; schöne Spaziergänge im Hain , dem beim Schloß be-ginnenden Walde oberhalb der Stadt. Die Ludwigsburg in derStadt hat ein besonders an Konehylien reiches Naturalienkabinett.An Schillers Aufenthalt in Rudolstadt im J. 1788 erinnern Ge-denktafeln am Schloßwege und in der Neuen Straße. An schönenSommerabenden viel Leben auf dem Anger, beim Bahnhof (2-3malwöchentl. Militärmusik). In Rudolstadt und Umgebung lebhaftePorzellanind ustrie.
IJ 2 St. oberhalb Rudolstadt an der Landstraße liegt Volkstedt , wo ineinem der ersten Häuser r. (mit einer Gedenktafel bezeichnet) Schiller imSommer 1788 wohnte; das noch mit Schillers Sehreibtisch und Stuhl ver-sehene Zimmer ist zugänglich. Gegenüber am anderen Saaleufer dieSchillerhöhe , mit einer Kopie der Danneckerschen Schillerbüste u. schönerAussicht. Halbwegs zwischen Rudolstadt u. Volkstedt (beim Chaussee-hause einige hundert Schritte auf der Straße r., dann 1. den Berg hinauf)die Justinshohe, mit Aussicht, am günstigsten nachmittags. Am Fuß derJustinahÖhe die stattliche chemische Fabrik von Richter u. das demselbenBesitzer gehörige, vortrefflich eingerichtete *Rudolsbad, mit großem Garten,Bädern, Restaur. u. Logierhaus (Z. l 1 /^ Jt, Pens. von34/a M an). — * Marien-turm s. 8. 144. — Von der Justinshöhe über den Zeigerheimer Berg (37 Om)nach Zeigerheim , dann über Ruine Greifenstein (S. 160) nach Blankenburg (S. 160) l 3 / 4 -2 St. — Auf dem r. Saalufer führt ein schöner Weg überKumbacb und Oberpreilipp (im Gasth. Schlüssel zum Turm) auf den(c. 2 St.) *Kulm , mit umfassender Rundsicht. Hinab kann man über DorfKulm und Remschütz nach (1 St.) Saalfeld gehen (S. 140). — Lohnend einWeg in den Mörlaer Grund , s.w. von der Stadt.
IV 2 St. westl. von Rudolstadt die berühmte von Fr. Fröbel 1817 ge-gründete Erziehungsanstalt Keilhau ; 20 Min. westl. der Baropturm , 1878erbaut, mitschöner Aussicht (Schlüssel von Keilhau aus mitnehmen).
69km Schwarza (Gasth.: Schwedenschanze): Zweigbahn nachBlankenburg s. S. 160.
Weiter auf eiserner Brücke über die Saale . R. das Schlachtfeldvon 10. Okt. 1806, wo die Franzosen (30000 Mann) unter Lannesund AugeTeau die 11000 M. starke, Avantgarde des preuß. Heeresunter Prinz Louis Ferdinand von Preußen schlugen. An der Land-straße zwischen Schwarza und Saalfeld bezeichnet zwischen Pappelnein gußeisernes Denkmal die Stelle, wo Prinz Louis Ferdinand den Heldentod starb.
76km Saatfeld: Eisenbahn Leipzig-Hochstadt, s. S. 141.
Gasthöfe j Erbprinz (PI. 1: B C 4), Z. L. B. von 2 l /2 M an, F. 1,M. 2Vs Russischer Hof (PI. 2: A4), Z. L. B. 31 / 2 , F. i, 31.
II. Chemnitius, Ecke des Karlsplatzes und der Geleitstr., Z. 2-4 M mitRest, und Cafd; Seebergs H. z. Elepbanten (PI. 3: B 4), Z. L. B.2-2 ! |2 M, F. 75 Pf.; Adler (PI. 4: B 4). — Beim Bahnhof: KaiserinA u g u s t a, mit Gartenwirtschaft. Auch im Bahnhof selbst Zimmer zu haben.
Restaurationen: Stadthaus, am Markt; Werther, am Theater-platz. — Konditoreien: "Rammer, Windischengasse i; Grenzdörfer,am Karlsplatz. — Weinstuben ; Freund, Ecke der Frauenthor- u. Schiller-straße; Becker, am Markt.
Fuhrwerk (Bahnh. 20 Min. von der innern Stadt): Droschke 1 Pers.ohne Gepäck 50 Pf. Wagen durch den Schloßpark nach Belvedere oder
Baedekers Nordwest-Deutschland. 24. Aufl. 10