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WEIMAR.
Schloßpark.
rieh (•{• 1853). Hinter der Fürstengruft die kleine aber prächtigeRussisch -geibchische Kapelle (PI. 23), in deren mit der Fürsten-gruft vereinigtem Gewölbe (unzugängl.) neben Karl Friedrich dessen Gemahlin, die Großfürstin Maria Paulowna (j- 1859), bei-gesetzt ist. — An der mittleren Kirchhofsmauer erinnert ein Denk-stein an den Satiriker und Menschenfreund Johanes Falk (f 1826;mit sinniger Inschrift von ihm selbst).
Nahebei der Felsenkeller, wo beste Aussicht. — Links vomFriedhof die großherzogl. Kunstschule (PI. 16; S. 146). In dernahen Marienstraße die von Franz Liszt zuletzt bewohnte Hof-gärtnerei, jetzt das Lisztmuseum enthaltend (zugängl. 11-1 u.3-6 U., Trkg.).
Oberstabsarzt Dr. Schicabe , Wilbelmsallee B120, besitzt eine Samm-lung altgerman. und mittelalterl. Altertümer, etbnogr. bemerkenswerterGegenstände u. s. w.; die Besichtigung wird in zuvorkommender Weisegestattet.
Der * Schloßpark (PL C D 5,6), eine Schöpfung Goethes, istan den reizenden Ufern der Ilm angelegt. Jeuseit der Naturbvückedas bescheidene Gartenhaus Goethes (PI. 28), 1776-83 von ihmbewohnt: „Übermütig sieht’s nicht aus, Hohes Dach und niedresHaus" u. s. w. (man klingele, Trkg.). — Diesseit der Hm, ander Brücke, das Borkenhäuschen oder die Klause (PI. 34), 1778 vonGoethe in einigen Tagen erbaut, von Karl August im Sommer oftbewohnt. Daneben das von Goethe „Genio hujus loci" errichtetekleine Denkmal, höher hinauf die sog. Buine (PI. 33) und einGartensalon, das Tempelherrenhaus (PI. 32). Weiter südl. ein1783 von Goethe errichtetes Denkmal zu Ehren des Herzogs Franzvon Dessau, des Schöpfers des Wörlitzer Parks , nach dessenMuster Goethe den Weimarischen anlegte; daneben die Schiller-bank. Ganz im Süden das Bömische Haus (PL 35), von KarlAugust erbaut und bewohnt, auch jetzt noch zuweilen vom Hofebenutzt (unzugänglich); die in Marmor gegrabenen Distichen amFuß der nach dem unteren Teil des Parks führenden Treppe:
„Die ihr Felsen und Bäume bewohnt, o heilsame Nymphen,
Gebet Jeglichem gern, was er im Innern begehrt“ u. s. w.sind von Goethe. ■— Am Ende des Parks liegt das Dorf Ober-weimar . — Weiter auf einer Höhe erhebt sich Schloß Belvedere,wohin von Weimar eine alte schöne Allee führt (PI. B C 6; c. 1 St.),1724-32 erbaut, mit Gewächshäusern und Park, dessen Natur-theater (gleich w. vom Schloß; verschlossen, Trkg.) aus GoethesZeit noch erhalten ist (Restaur. mit hübscher Aussicht).
Ein schöner Weg führt von der Stadt ö. durch das Webicht in3 /4 St. nach Schloß und Park *Tiefurt , dem einfachen Landsitzder Herzogin Amalia , in enger, aber trefflich benutzter Begren-zung, an der Ilm . Im Park ist ein kleiner Amor bemerkenswert,der eine Nachtigall fütternd auf einem Postament von Tuffsteinensitzt, darunter eine Inschrift von Goethe :
„Dieb bat Amor gewiß, o Sängerin, fütternd erzogen“ u. s. w.
In derselben Richtung weiter, ebenfalls an der lim, liegt Oß-