40. Route. 1 87
Restaurationen: “Bahnrestaur.; -Bellevue, Schloßplatz; Er-holung, mit Garten, Judengasse; Grübelei, ander Mauer; Vereins-brauerei (Pi. C T) 1), mit Garten, an der Allee; “Kulmbach , mit Garten,Viktoriastr.; “Loreley, Herrengasse; Aktienbrauerei, Mobrengaa.se.— Außerhalb der Stadt; “Kapelle (PI. A 4), mit schöner Aussicht; aufder Veste s. S. 188. — Das Coburger Bier hat großen Buf.
Weinstuben: “Willm, Bosengasse; Herold, Theaterplatz; Bör-senkeller, Ketschengasse.
Post u. Telegraph (PI. C2), an der Allee.
Theater: Ostern bis Plingsten, 1. Sept, bis Neujahr So.. Hi,, Do. Fr.
Wagen zur Veste und nach Kallenberg 10 M.
Coburg (Schloßplatz 303m ii. M.), abwechselnd mit Gotha Re-sidenz des Herzogs von Sachsen-Coburg-Gotha, die bedeutendsteStadt des fränkischen Teiles der sächsischen Herzogtümer, mit17 000 Einw., im Thal der Itz, eines Nebenflüßchens des Main ,gelegen, ist ein alter freundlicher Ort mit manchen stattlichenGebäuden, namentlich in der Nähe des Marktes und des Schloß-platzes. Die neueren Stadtteile zeichnen sich durch wohlgepflegteSchmuckanlagen und hübsche gartenumgebene Villen aus.
In der Mitte der inneren Stadt liegt der Markt (PI. B C3), aufwelchem ein von Theed modelliertes Standbild des Prinzen Albert(f 1861), Gemahls der Königin Viktoria von England, 1865 ent-hüllt wurde. Die ansehnlichen, den Platz einfassenden Gebäude,das Rathaus (PI. 3) und das Regierungsgebäude (PI. 4), sowie inder Nähe das Zeughaus (PI. 5), in welchem sich die Bibliothek(Mi. 2-4 U.) befindet, ließ Herzog Johann Kasimir (f 1633) auf-fiihren, der sieh auch sonst um die Stadt verdient gemacht hat.
Die Moritzkirche (PL C3) ist im xv. Jahrh. erbaut, spätgot.mit Renaissancezuthaten; der Turm 78m hoch.
Im Innern das 1598 errichtete „ Monumentum sacrum illust. princip. acPom. Joannis Friderici //“, mit Reliefs etc., sowie vortrefflich gearbeitetemetallene Grabplatten von Joh. Kasimir (t 1633), Job. Ernst (f 1521), Joh.Friedrich V. (t 1595) und seiner Gemahlin Elisabeth (f 1594).
Gegenüber das Gymnasium, von Johann Kasimir 1604 erbaut,1881 vergrößert, u. a. auch von Goethes Vater besucht. An derEcke ein Sandsteinbild des Gründers. — In der Steingasse (PI.C 3), gegenüber dem Schloß, ein anthropologisches Museum, mitvielen Funden aus vorgeschichtlicher Zeit aus der Umgegend vonCoburg : Konservator Dr. Heim, Im Hause.
Am Schloßplatz (PI. C 2, 3): das herzgl. Schloß, r. vonder nördl. Fassade der Marstall, die Reitbahn, die Terrasse mit derHauptwache (PI. 2), dem Schloß gegenüber das seit 1881 erwei-terte Palais des Herzogs von Edinburgh (PI. 1), mit sehenswerterGlassammlung (auf Anfrage meist zugänglich), endlich am nördl.Ende des Platzes das Theater (PI. C 2); dahinter das kleine PalaisCoburg-Cohary. Hinter dem Pal. Edinburgh , auf einer Anhöhe,die Uathol. St. Augustinkirche, got. Stils, mit Glasgem'älden. Vordem Schloß, auf einem mit Lorbeerbäumen besetzten RondellSchwanthalers Standbild des Herzogs Ernst I. (1844), Erzguß.
Das herzogl. Residenzschloß (PI. C3), die Ehrenburg genannt,