Dom.
52. Route. 245
Klammern verbunden sind. Da der Bau unvollendet geblieben ist,so verlegt man ihn am richtigsten wohl in die späteste Zeit derrömischen Herrschaft, also etwa in das iv. Jahrh. nach Ohr. Im In-nern eine Anzahl Altertümer. Eintr. (an der Westseite) tägl. 9-11Uhr, sonst durch den Wächter des Kaiserpalastes.
Ö. vom Markt erhebt sich der Dom (PI. 10: FG 3), eine derältesten Kirchen Deutschlands . Der älteste Bestandteil, ein rö-mischer Bau von quadratischer Form (vielleicht aus derZeit Valen-tinians I., 364-75), als Basilika für Gerichtssitzungen oder Bap-tisterium benutzt, nahm die ganze Breite des jetzigen Gebäudesein und reichte vom zweiten Pfeiler r. vom W.-Eingang bis zuröstl. Apsis. Nach der teilweisen Zerstörung durch die Franken stellte Bischof Nicetius (628-66) das Gebäude in der alten Weiseher; nach derVerwüstung durch die Normannen erneuerten BischofPoppo (1016-47) und seine Nachfolger den Bau, der in Nachahmungder römischen Bautechnik zugleich nach W. um ein Drittel erwei-tert und mit einer Apsis versehen wurde. Erzbischof Hülin (1162-69) fügte die östl. Apsis hinzu. Die Kreuzgewölbe der Schiffe stam-men aus dem xm., die Schatzkammer aus dem xvn. Jahrh. Derrömische Bau ist an dem roten Sandstein und Ziegeln, der Poppo-nische an dem Kalkstein und Ziegeln erkennbar. [Zugänglich denganzen Tag außer 12-2 Uhr; der Küster wohnt hinter dem Domn» 6; die Schatzkammer Mo. Mi. Fr. lli/j Uhr gegen 1 ,M (Kartenbeim Domküster), sonst 1-3 Pers. 3 Jl.\
Ein schöner, i220-30 erbauter Kreuzgang, den der Domküsteröffnet, verbindet den Dom mit der *Liebfrauenkirche (PI. 15: FG3; ebenfalls 12-2Uhr geschlossen; Küster gegenüber dem Haupt-portal), 1127-43 erbaut, der ältesten reingotischen Kirche Deutsch-lands . Das Hauptportal ist reich mit symbolischen Skulpturen ge-schmückt. Im Inneren moderne Glasgemälde nach Steinles Zeich-nungen. Die zwölf Apostel an den Pfeilern sind im xv. Jahrh.gemalt; man sieht sie alle 12 von einer Schieferplatte, 8 Schrittevom Eingang.
Einige sehr bemerkenswerte Reste aus der Römerzeit findensich in dem südöstlichen Stadtviertel:
Die Basilika (PI. 9: G 4, 5), vermutlich unter Konstantin er-baut, ganz aus Ziegeln, diente ursprünglich wie die gleichen alt-römischen Anlagen in Rom u. a. 0. zu Gerichtsverhandlungen undfür den kaufmännischen Verkehr, wurde später von den Erzbi-schöfen in ihre Palastbauten (jetzt z. T. Kasernen) einbezogenund von Friedrich Wilhelm IV. 1846-56 als evangelische Kirchewiederhergestellt (der Divisionsküster öffnet; Trkg.).
Unweit, an der Ostallee (Pi. H5, 6), das stattliche neueProuin-malmuseum , im italien . Renaissancestil, mit einer ansehnlichenSammlung römischer Altertümer, vorwiegend aus Trier und Um-gebung (Kustos im Südflügel, 75 Pf. die Person; Mo. geschlossen).
Der römische Kaiserpalast (PI. 24: H 6), früher für eine