246 Route 52.
TRIER.
römische Badeanlage gehalten, bildet die s.ö. Ecke von Trier ;Eingang vom Exercierplatz und von der Promenade. Es ist einesehr ausgedehnte, z. T. gegen 20m aufstehende Ruine von wunder-bar malerischer Wirkung. Im Mittelalter diente der Bau ab-wechselnd als Kirche und. als Kastell. Der Schutt häufte sich soau, daß eine Straße durch ein Fenster geführt wurde.
Etwa 500 Schritt vom Kaiserpalast östlich ansteigend (vgl.PI. II 7), gelangt man zum ^Amphitheater, vom Volk der Kas~heller genannt, mitten in Weinbergen gelegen. Die östliche Hälfteist in den natürlichen Fels hineingebaut, die westliche aufge-mauert. Die große Axe mißt 70, die kleine 49m; es konnte un-gefähr 30000 Menschen fassen (die Arena in Verona 20000, dasKolosseum in Rom 87 000). — Unmittelbar vor dem nürdl. Aus-gang des Amphitheaters liegt eine Brauerei und Gartenwirtschaft,von wo man einen vorzüglichen Blick auf Trier hat.
Im Gebäude des Gymnasiums (PI. 26: F 5) befindet sich dieStadtbibliothek (tägl. 11-121/2 Uhr zugänglich), welche selteneDrucke (4800 Inkunabeln) und Handschriften besitzt, darunterden Codex aureus der Abtissin Ada, ein Evangeliar aus der ZeitKarls d. Gr., mit kunstgeschichtlich wichtigen Malereien; auf demEinband eine.große antike Gemme.
Beachtenswert sind endlich noch die rom. Räder (PI. C D 7) ander neuen Kaiserstraße, und die 190m 1., 7 I / 2 D1 br. Moselbrücke,welche auf 8 Bogen ruht. Die Pfeiler sind z. T. noch römisch, derzweite und siebente, von der Stadtseite her, 1729 erneuert. — Aufder Höhe des 1. Moselufers eine weithin sichtbare Mariensäule.
Nordl. von der Mariensäule, ebenfalls auf der Höhe des 1. Ufers, überdem Dorfe Pallien , gegenüber der Trierer Vorstadt Zurlauben (Fahren: vgl.PI. A 1) die beiden großen Gartenwirtschaften *Caf4 Bellevue und Schnei-ders Hof , von denen nachm, herrliche *Aussicht auf Trier . —Etwasweiter das Weißhaus , mit schönen Parkanlagen und Gartenwirtschaft.
Zu Igel , llkm s.w. von Trier, Station der Eisenbahn nach Luxem-burg , 5 Min. vom Bahnhof die *Igeler Säule, eines der interessantestenKÖmerdenkmale diesseit der Alpen , mit vielen Reliefs, wahrscheinlich umdas Jahr 200 n. Chr. als Grabdenkmal der Familie der Sekundinier er-richtet, aus rotem Sandstein.
Von Trier nach Metz , nach Cöln (Eifelbahn) und Luxemburg s. Baede-kers Rheinlande.
53. Der Rhein von Coblenz bis Cöln.
3J3T Ob. und DK. bedeuten in Folgendem, daß der Ort Dampfboot-station mit Landebrücke, bezw. mit Kahnanfahrt ist. E. bedeutet in derBeschreibung der Dampfbootfahrt auf dem Rhein (S. 248), daß der so be-•zeichnete Ort Eisenbahnstation ist. — Wegen der großen weißen Zahlenauf den Ufermauern vergl. 8 . 223.
a. Eisenbahn des linken Ufers.
92km. Pr. Staatsbahn (Dir. Cöln linksrhein.) in i 3 /4-2 3 /4 St. für Jt 8.20,6.10 oder Jl 7.30, 5.50, 3.70. — Rechtsrheinische Bahn s. S. 247.
Mit mehrtägigen Rückfahrkarten (vergl. 8. 223) kann man innerhalb derGültigkeitsdauer derselben nach Belieben auf dem rechten oder linken TJfer