Cohlen% Ms Cöln.
<3. Route. 249
L. Weißenthurm , mit einer hohen viereckigen Warle , 1370 vonErzh. Kuno v. Falkenstein als der äußerste befestigte Punkt dertrierschen Grenze gegen Kurcöln erbaut. Auf der Anhöhe überdem Ort ein kleiner Obelisk zum Andenken an den franz. GeneralHocke (f 1797 in Wetzlar). — Gleich unterhalb Weißenthurm folgt i. der Bahnhof Neuwied-Weißenthurm (S. 247).
R. zwei Hüttenwerke: die Hermannshütte, Eigentum der FirmaKrupp in Essen, und die Hütte Germania .
R. Neuwied (DL. u. E.; Gasth.: Wilder Mann, Anker, MoraoianHotel oder Herrnhuter Gasth.), freundliche betriebsame Stadt mitbreiten regelmäßigen Straßen, im J. 1653 von dem Grafen Fried-rich v. Wied-Neuwied an Stelle des im dreißigjährigen Kriege ver-ödeten Langendorf gegründet, welcher zahlreiche Ansiedler einlud,„ohne vnterschied der Religion vnd ohne einigen Pfenning zuzahlen“. Am untern Ende der Stadt das stattliche fürstl. Schloßmit schönem Park. In einem an die Straße grenzenden Gebäudeneben dem Schloßthor eine Sammlung römischer Altertümer.
L. der Netter Hof, mit bedeutenden Mühlenwerken. Westl. derDoppelgipfel des Plaidter Hümmerich (211m).
L. Andernach (DL. u. E.; Gasth.: Hackenbruch, Schäfer), mit5800 Einw., eng gebaute altertümliche Stadt, noch großenteils vonmittelalterlichen Mauern umgeben, dehnt sich malerisch am Uferdes Flusses aus, an welchem die Trümmer des 1688 von den Fran-zosen zerstörten kurcölnischen Schlosses (xv. Jabrh.), das Rheinthor,der altert. Rheinkrahnen (von 1554), um welchen stets in den Lava-gruben der Umgegend gebrochene Mühlsteine gelagert sind, und derhohe Wartturm (xv. Jahrh.) am untern Ende des Orts stattlichhervortreten, während im Hintergrund die viertürmige spätroman.Pfarrkirche (xii.-xrn. Jahrh.) sichtbar ist. — Von dem Krahnenberg( Zahnradbahn imBau) über Andernach (25 Min.), mit guten Gar-tenwirtschaften, treffliche Aussicht.
Von Andernach führt eine Sekundärbahn (23km in i St.) nachMayen. Zwischenstation ist (15km) Niedermendig , mit großen unter-irdischen Lavagruben, die schon den Römern bekannt waren, und derengleichmäßig niedriger Temperatur das Niedermendiger Bier seinen Rufverdankt. Von Niedermendig znm Laacher See (8. 250) 1 St.
Das Flußthal verengt sich nun ganz.
R. an rebenbedeckten Felswänden Leutesdorf (E.).
L., weiter abwärts an bewaldeten Bergabhängen, vom Rhein kaum sichtbar, das Dörfchen Namedy.
L. Fomich , überragt vom Fornicher Kopf (317m), einem ehe-maligen Vulkan.
Am rechten Ufer tritt ein gewaltiger Grauwacken-Felskegel hartan den Strom vor; die Trümmer der Burg Hammerstein bedeckenden Gipfel. Kaiser Heinrich IV. weilte im J. 1105, von seinemSohn Heinrich V. verfolgt, eine Zeit lang auf Hammerstein.
Am linken Ufer das Dorf Brohl (DK. u. E.), mit dem ÖrtchenNippes fast vereinigt, Hauptverladeplatz für Tuffstein.