250 Route 53.
Empfehlenswerter Ausflug von Brohl durch das in geologischerHinsicht höchst merkwürdige und malerisch schone Brohlthal (Wagen vonBrohl Einsp. 11, Zweisp. 16 M den Tag), an der auf einem Felskegelmitten im Thal gelegenen Schtoeppenburg vorüber nach (l 1 /« St.) Töniiis-stein (Kurhaus), einem kleinen neuerdings ziemlich besuchten Mineralbad;dann 1. hinan über ( s /4 St.) Wassenach zu der (1 St.) ehern. Benediktiner-abtei "Laach (Hot. Maria Laach ), an, dem fast kreisrunden, teilweise vonWald umkränzten Laacher See , dem größten der kraterförmigen Seen derEifel , malerisch gelegen. Die schöne roman. Kirche (zum Gottesdienstnicht mehr benutzt), mit einer Kuppel, fünf Türmen, Krypta und westl.anschließendem zierlichem Kreuzgang, wurde 1156 vollendet; in denehemal. Klostergebäuden befand sich lo63-73 eine Hauptniederlassung derJesuiten , welche verschiedene Neubauten aufgeführt haben. Rückweg über(1 St.) Niedermendig (S. 249).
L. unterhalb Brohl auf waldbewachsenem Berg Schloß Rheineck ,von Herrn v. Bethmann-Hollweg (f 1877) nach Plänen von Lasaulx1832 erbaut. Der viereckige Wartturm an der Südseite ist dereinzige Überrest der im xn. Jahrh. erbauten alten Burg.
R. Rheinbrohl (E.), mit stattlichen katb. und evang. Kirchen.
L. Thalrheineck. Weiter unterhalb Niederbreisig (DK. u. E.),mit vielen hübschen Villen.
R. Hönningen (Gasth.: Schloß Arenfel3).
R. am Bergabhang Schloß Arenfels oder Argenfels, jetzt Eigen-tum des Grafen Westerholt, der es stattlich ausgebaut hat.
R. Ariendorf. Dann Leubsdorf . Aus einer Schlucht schaut derBurgturm von Dattenberg hervor, wo die unten gen. Basaltbrüche.
L. Sinzig (Gasth. %. Deutschen Haus), sehr altes Städtchen,z. T. noch mit Mauern umgehen, 1/2 St. vom Rhein entfernt, amEingang des Ahrthals (S. 254). Die zierliche *Pfarrkirche ausTuffstein gehört zu den besten des Ühergangsstils (1220 ge-weiht) ; das Innere ist polychrom restauriert. Dahinter die Lands-kron (S. 254).
R. Binz (DL. u. E.; Gasth.: H. Weinstock), altes Städtchenmit 3400 Einw., ist zum Teil noch mit Mauern und Türmen um-geben. In der roman. St. Martinskirche, aus dem Anfang desxirr. Jahrh., schöne Glasmalereien und ein gutes altcölnisches Flü-gelbild von 1463. — Schöne Aussicht vom Donatus- oder Kaiser-berg, wo eine Kapelle. Höchst beachtenswert sind die großen Basalt-hrüche hei Linz, zu Dattenberg (s. oben) und auf dem Minderberg.
R., weiter abwärts, der steile Basaltfels der Erpeler Lei (203inii. M. ; 153m ü. Rh.). Am Fuß des Berges Erpel (E.).
L. Remagen (DL. u. E.; Gasth.: *H. Fürstenberg $ Königvon Preußen, Rheinhot., Anker), altes Städtchen von 3200 Einw.,das röm. Rigomagus, ist ein treffliches Standquartier zu größeren u.kleineren Ausflügen. Am untern Ende des Orts die kathol. Kirchemit roman. Schiff und 1246 geweihtem got. Chor. — BequemeWege führen in der Nähe des Bahnhofs hinauf nach dem Viktoria-berg (Restaur.) mit verschiedenen Aussichtspunkten.