Alexandriner.
Drr Alexandriner.
Spring an, mein Wüstemoß aus Alerandria!
Mein Wildling! — Solch ein Thier bewältiget kein Schah,
Kein Emir , und was sonst in jenen
Oestlichen Ländern sich in Fürstensätteln wiegt; —
Wo donnert durch den Sand ein solcher Huf? wo fliegtEin solcher Schweif? wo solche Mähnen?
Wie es geschrieben steht, so ist dein Wiehern: Ha!Ausschlagend, das Gebiß verachtend, stehst du da;
Mit deinem losen Stirnhaar buhlet
Der Wind; dein Auge blitzt, und deine Flanke schäumt: —
Das ist der Renner nicht, den Boileau gezäumt,
Und mit Franzosenwitz geschulet!
Der trabt bedächtig durch die Bahn am Leitzaum nur;
Ein Heerstraßgraben ist die leidige CäsurFür diesen feinen saubern Alten.
Er weiß, daß eitler Muth ihm weder ziemt noch frommt:
So schnäufelt er, und hebt die Hüflein, springt, und kommtAn's andre Ufer wohlbehalten.
Doch dir, mein flammend Thier, ist sie ein FelsenrißDes Sinai; — zerbrecht, Sprungriemen und Gebiß! —
Du jagst hinan, da klafft die Ritze!
Ein Wiehern und ein Sprung! dein Hufhaar blutet, duSchwebst ob der Kluft; dem Fels entlockt dein EisenschuhDes Echo's Donner und des Kiesels Blitze!