Buch 
Paris nebst einigen Routen durch das nördliche Frankreich : Handbuch für Reisende / K. Baedeker
Entstehung
Seite
3
JPEG-Download
 

II. GASTHÖFE.

3

Die Preisangaben in unserer Übersieht (wegen der AbkürzungenZ., B., L., F., G., M. vgl. S. vi) beruhen auf Mitteilungen derWirte und gelten tageweise für je eine Person. Die Zimmer mitzwei Betten sind durchweg die besseren, während sich der Tages-preis nicht immer auf das Doppelte unserer Angaben stellt. Daserste Frühstück wird auf Wunsch ins Zimmer gebracht, wofür einZuschlag von 50 c., bisweilen auch mehr angesetzt wird. Gabel-frühstück (zwischen 12 und l'/j oder 2 Uhr) und Mittagsmahl (Diner,zwischen (i oder &/% und 8 oder 8*/ ä Uhr) werden in den neuerenHotels ersten Ranges an kleinen Tischen serviert, während in denälteren und kleineren Häusern noch die lange Wirtstafel üblich ist.Nach dem Diner wird der Speisesaal iu der Regel bald geschlossen,ln den Wintermonaten, etwa vom 1. Dez. bis Ende März, giebt. es invielen Häusern Preisermäßigungen. — Für die Zeit der Weltaus-stellung können unsere Preisangaben nur daun einen Anhalt bieten,wenn man die gar nicht absehbare allgemeine Preissteigerung be-rücksichtigt und insbesondere für die Zimmer eine Erhöhung vonVs'Va * 11 Anschlag bringt. Pensionspreise fallen ganz weg.

Die vornehmsten Lagen sind: die Place VendOme nördlich biszum Opernplatz, südlich bis zur Rue de Rivoli , nebst dem west-lichen Teil der letzteren, und die Avenue de l’Opera (PI. R 18), so-wie die Champs-Elysees (PI. RB12, Rio), letztere nahe der Welt-ausstellung. Zur leichteren Übersicht haben wir nachstehend die-jenigen Gasthüfe, die für unsere Leser hauptsächlich in Betrachtkommen, in verschiedenen Gruppen zusammengefaßt. Eine Rang-ordnung im einzelnen, die ja unmöglich ist, soll damit nicht gegebenwerden. Entscheidend sind die Preise. Wir betonen ausdrücklich,daß eine Anzahl der später erwähnten Häuser ebensogut den erst-genannten Gruppen zugezählt werden könnten, wie auch daß unterden uns nicht bekannten Häusern gewiß noch manche empfehlens-werte sein werden.

I. Gasthöfe allerersten und ersten Banges.

Allerersten Ranges: *Höt. Brintol, Place Yendöme 3(PI. R18; II), und *Höt. du Rhin , ebenda 4/0; Besitzer G. Mor-lock & Iloffmann; altbekannte vornehme Familienhäuser, Absteige-quartier fürstlicher Personen, mit Wohnungen von 2-4 Schlaf-zimmern , nebst Salon, Speisezimmer, wo die M alilzeiten serviertwerden, und Bad, zu 40-120 fr., G. und M. nach der Karte oder zuje 12 fr.; für begleitende Diener Z. 3, P. 0 fr. — *Ritz Hotel ,Place Yendöme 15 (PI. R18; II), 1898 eröffnet; Verwalter C. Ritz(Mitbesitzer des Frankfurter Hofs in Frankfurt a. M.), DirektorH. G. Eilös; teilweise deutsche Bedienung; Küche und Kellervortrefflich. -— *Elysee Palace Hotel, Avenue des Champs-Elysees (PI. R12; I), 1899 eröffnet; Besitzerin die Compagnie internationale

1 *