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LOUVRE. Geschichte der Sammtu////.
man, lasse sich seine Gunst am leichtesten gewinnen. Er ließ esan Bitten, z. B. an Michelangelo , für ihn zu arbeiten, nicht fehlenund war sogar schon auf den Erwerb von Gipsabgüssen nach be-rühmten plastischen Werken bedacht. Einen dauernden Erfolghatten seine Bestrebungen nicht. Die „Schule von Fontainebleau “(S. xxxn) übte auf die französische Kunst keinen nachhaltigen Ein-fluß. Erst unter Ludwig XIV. , dessen monarchisches Machtgefühlihn auch für Kunstpflege empfänglich machte, regte sich wiederder Sammeleifer, der von vielen Großen geteilt wurde und auchmittlere Kreise (Crozat) ergriff. Das „Cabinet du Boi“, das schonzu Anfang des xvn. Jahrhunderts eine Fülle der köstlichsten Ge-mälde aufwies, wurde hauptsächlich durch den Ankauf der Samm-lungen des Kardinals Mazarin und des Bankiers Jabach in zehnJahren um 647 Gemälde und 6000 Zeichnungen bereichert. 17.10konnte Baillv bereits 2376 Gemälde registrieren. Die Revolutionverwandelte das alte Königsschloß in ein Museum und schuf hier-mit diese Form der Kunstsammlungen. Am 10. Aug. 1703 wurdees eröffnet, nachdem zunächst die bisher in den königlichen Schlös-sern zerstreuten und die aus den aufgehobenen Kirchen und Klösternstammenden Kunstschätze hier vereinigt worden waren. Als danndie französischen Heere ans Italien, den Niederlanden und Deutsch-land eine massenhafte Kunstbeute nach Paris brachten, stand dieLouvre - Sammlung nicht allein an der Spitze aller ähnlichen An-stalten, sondern konnte geradezu als das Museum Europas geltenund war als „Musee Napoleon“ so berühmt, daß die verbündetenMächte nach der ersten Eroberung von Paris 1814 es nicht wagten,die geraubten Stücke zurückzunehmen. Erst 1815 geschah dies,aber keineswegs durchgreifend, so daß die Louvre-Sammlung invieler Beziehung noch heute den Ruhm eines unvergleichlichenReichtums bewahrt. Seitdem wurde das Museum hauptsächlichdurch die Ankäufe der Sammlungen von Tochon (1818, antikeVasen), Durand (1825, dsgl.), Revoil (1828), Campana (1862, 200italienische Gemälde, viele antike Vasen) und durch die Schen-kungen von Sauvageot, Thiers, Davillier, Lenoir, Grandidieru. s. w., vor allem von La Gaze (1869, 275 Gemälde) bereichert.
Die Zahl der Säle ist so groß, daß schon das einfache Durch-schreiten an zwei Stunden in Anspruch nimmt. Zur Orientierungpräge man sich ein, daß das Erdgeschoß die Skulpturen und dieKupferstiche enthält; im ersten Stock sind die Gemälde, diekleineren, Altertümer, die Kunstgegenstände des Mittelaltersund der Renaissance, die Handzeichnungen und einige andereSammlungen; im zweiten Stock das Marine-Museum, das ethno-graphische Museum, das chinesische Museum und ebenfallsHandzeichnungen. Vgl. auch die Inhalts-Übersicht a*if S. vm.
Wer nicht viel Zeit hat, beginne mit den antiken Skulpturenund den Gemälden, die früh zuerst zugänglich sind, und folge dann