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Paris nebst einigen Routen durch das nördliche Frankreich : Handbuch für Reisende / K. Baedeker
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346
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346 Umgebung v.l\,SO. FOVJ AJNKBLKAl : . Schloß.

Fräulein von St-Cyr gefertigte Stickerei, ein Boullemöbei und Sesselmit Pointstickerei. Kin (lang führt von liier zur

*Galerie de Henri II oder Salle des Fetes, eiuem 30m langenund 10m breiten Saal, von Franz I. erbaut, von Heinrich IT. fiirDiana von Poitiers (S. 377) prächtig mit Täfelwerk und Gemäldenausgesrhmiickt, unter Louis Philipp liergestellt. Der HalbmondDianas uud ihr Anfangsbuchstabe -D, mit dem H Heinrichs II.verschlungen, ist in den reichen Verzierungen häufig angebracht.Die mythologischen Bilder, nach Primaticcio von JS Hecolo dell*Abbate gemalt, haben bei ihrer Herstellung durch Ahin.r, manchenneuen Pinselstrich bekommen. Am Ende der Galerie ein schönerKamin. Aus den Fenstern hübscher Blick auf den Garten.

Zurück bis zur Salle St-Louis und links in die 1528 begonneneGalerie de Francois Ier , ö Im lang und 6m breit, die sich von derCour de la Fontaine (S. 347) bis zum Vestibül der Hufeisentreppeerstreckt. Am Eingang 1. ein Schmuckkasten aus der Zeit LouisPhilipp«, in Sevres -Porzellan. Die Galerie enthält 14 große Bildervon Rosso deRosid (f 1511), allegorische und mythologische Hindeu-tungen auf das Leben und die Abenteuer Franz I. , dazwischen Re-liefs, Karyatiden, Trophäen, Medaillons. Der Salamander und derXamenszug Franz I. wiederholen sich häufig.

Im Vestibüle dhonneur, wo die Hufeisentreppe mündet (S. 341),zwei schöne Eichenholzthüren aus der Zeit Ludwigs XIII. und viermoderne Thiiren ähnlicher Art.

L. die Appartements des Reines Mf.kks uud de Pie VII, einstvon Katharina von Medici (f 1588), Anna von Österreich (f 1666)und Papst Pius VII . während seiner Gefangenschaft (1812-14) be-wohnt. Vorzimmer mit prachtvoller Truhe aus der Zeit Lud-wigs XIII. und spanischen Ledertapeten; dann der Salon desofficiers de Service, mit einer Gobelinfolge, Geschichte der Esther(c. 1740); ein Salon mit gestickten Möbeln aus Beauvais und einemprachtvollen Gobelin, der Triumph der Götter (nach Raffael ?);Schlafzimmer der Anna von Österreich , mit Gobelins nach N. Coy-pel; zwei Kabinette, im ersten das Porträt PiusVII. nach David,im zweiten zwei schöne Bonlle-Kommoden; Schlafzimmer desPapstes und noch zwei Salons mit Gobelins. Es folgt wieder einVorzimmer und die Galerie des Fastes, mit alten Bildern unter-geordneten "Wertes.

Der letzte Saal, mit dem der Führer zuweilen auch anfängt, dieGalerie des Askiettes, hat den Namen vou den in das Getäfel derWände eingelassenen gemalten Porzellantellern mit Ansichten könig-licher Schlösser. Er enthält außerdem die von A. Dubois für dieGalerie de Diane ausgeftihrten Fresken.

Im Erdgeschoß befindet sich noch auf der r. Seite des Hauptgebäudesein *MüsEe chinois (geöffnet zur selben Zeit wie das Schloß; Eingangin der Cour de la Fontaine, S. 347), eine reichhaltige Sammlung, die ihre