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Paris nebst einigen Routen durch das nördliche Frankreich : Handbuch für Reisende / K. Baedeker
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347
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Kiitstekunp dem duuesisrhcn Feldzuge von 18ü0 verdankt. 1. Saal.Ränehergefäßo, Blumcnvase mit Cloisonne-Email, Kronleuchter, Drachenund Pagode in Kupfer, Waudvertäfelung, Holzplatten, Elefantcnzälme, im(rlasschrauk die Krone des Königs von Siam, zwei schöne.Wasserkannen.

- II. Saal. Pagode in Holz, kostbare Schmuckstücke, namentlich einvon Ludwig XV. dem siamesischen Gesandten geschenkter Gürtel, ein Kle-fantenorden, eine Mandarinen-TIalskettc in Nephrit, u. s. w. Außerdem Sta-tuen von Sohoenewerk und Cordier und Porträte Ludwigs XV. und derMaria Lesczynska von Vanloo. --- ITT. Saal. Palankin, Tamtams, Waffenund Rüstungen, Fahnen.

Garten. Eine große Thür stidl. von der Hufeisentreppe führthus dem äußeren Vorhof (S, 344) in die Cour de la Fontaine, dieauf drei Seiten von Gebäuden (nördl. Galerie Franz 1., S. 340),auf der offenen Südseite von eiuem Karpfenteiche begrenzt isi.Westl. von diesem der unter Napoleon I. angelegte Jarclin Wiglafs.

JenseitdesöstlichenDurchgangsderCourde la Fontaine,zwischenden beiden Freitreppen, hat man zur L. die aus der Zeit Franz I .stammende Porte Doree , mit aufgefrischten Fresken nach Prima-ticcio, eins der Thore der (dem Publikum verschlossenen) CourOvale oder flu Donjon , deren Säulengänge, trotz mehrfacher Ver-änderungen, noch immer ein hervorragendes Beispiel der älterenfranzösischen Renaissance sind. Weiter gelangt man in das stetszugängliche Parterre, einen unter LudwigXIV. von Le Nötre an-gelegten Garten mit mehreren Wasserbecken und Bildwerken, nördl.begrenzt von der Cour Henri IV , jetzt Artillerie- und Ingenieur-schule. Der 1200m lange Kanal auf der Ostseite stammt aus derZeit Heinrichs IV. Nordöstl. vom Parterre schließt sich der Parkan, mit einem Labyrinth und den Rebenspalieren der Treille duPalais, an denen vortreffliche Trauben (Chasselas de Fontaine-bleau) gezogen werden.

Der *Wald von Fontainebleau (Foret de Fontainebleau ),NOkm im Umfang und eine Fläche von über 17000 ha bedeckend,gilt mit Recht für den schönsten Frankreichs . Tm NO. begrenzt ihndie vielgewundene Seine. Der Boden ist sehr hügelig und besteht,hauptsächlich aus Sand und Sandstein. Der prächtige Hochwald unddie wilden Schluchten bieten eiue Fülle mannigfaltiger Bilder, dieseit Jahrzehnten Haler anlocken (S. 348). Zahllose Wege durch-ziehen den Wald nach allen Richtungen. Überall Wegemarken,

Lohnende Aussichtspunkte in der näheren Umgebung von Fon-tainebleau sind: die *Croix du Calvaire, eine Anhöhe c. 20 Hin.nördlich oberhall) der Stadt, mit schönem Blick auf diese, und die*Tour Denecovrt, 3 / 4 St. nördl. (vom Bahnhof 1 / 2 St., vgl. S. 343),mit weiter Rundsicht, nordwestlich u. a. bis zum Eiffelturm in Paris .Han folgt der Rue Grande, an die sich der Boulevard de Melun anschließt, und weiter der Landstraße (Route de Melun ), von wel-cher H-7 Min. vor der Stadt schräg gegenüber der (1.) KapelleF.-D. de Bonsecovrs rechts der Weg nach dem Calvaire abzweigt(vom Calvaire auf Fußwegen nach der Tour Denecourt 7a St.).