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lagc nimmt man an, daß der Normalsatz dem Arbcitcr mindestens das Doppelteseines eigenen Subsistcnzbcdarfcs einbringe» muß, indem man voraussetzt, daßdie Arbeit der Frau wegen der Sorge, die sie auf ihre Wirthschaft und ihre Kinderzu wenden genöthigt ist, blos für ihre eigenen Ausgaben hinreicht. Zwar würdeder Subsistcnzbcdars zweier Kinder den des Vaters nicht um das Doppelte ver-mehren; aber man rechnet, daß von den Kindern, welche geboren werden, dieHalste vor dem ManneSaltcr stirbt. Es müssen also nach Ad. Smith die Arbeiter,.durchschnittlich genommen, dahin streben, mindesten 4 Kinder aufzuziehen, damitbei zweie» die Wahrscheinlichkeit sei, daß sie jenes Alter erreichen. Nun nimmtman an, daß der Lcbcnsmittelbcdarf von vier Kindern dem eines ausgewachsenenMenschen beinahe gleich ist. Dies ist nicht die einzige Betrachtung, welche manbei der Schätzung der Normaltare anstellt. Der Arbeiter, welcher nur das durch-aus Nothwendige verdient, kann nicht einen einzigen Arbeitstag verlieren, ohneSubsistcnzmangel für diesen Tag zu leiden. Nun nehmen ihm Krankheit undunvermeidliche Zufälle viele Arbeitstage weg, und dieser Verlust soll wieder durcheinen Ucbcrschuß an Lohn gedeckt werden, welchen er an den Tagen, wo er arbeitenkann, verdient. Außerdem ist seine Consumtio» an einem Sommertagc nicht dienämliche mit der an einem Wintcrtagc, denn an letzterem gebraucht der Arbeitermehr Kleidung und Brennmaterial. Man hat also nicht seine Consumtio»eines Jahres anzuschlagen, um den Normalsatz festzustellen. Mit welcher Sorg-falt man aber auch diesen Satz auf das Genaueste bestimmen mag, immer bleibt erdoch ein veränderliches Maaß. An einem anderen Orte haben wir schon bemerkt,wie sehr die Natur eines Landes auf den Umfang der Bedürfnisse des Arbeiters vonEinfluß sei; eben so wechselt der Normalsatz von einem Lande zum anderen undzuweilen selbst von einem Bezirke zum anderen. Ein kaltes Klima läßt mehr unab-weisbare Bedürfnisse, als ein warmes entstehen, und dieses veranlaßt wieder mehrals ein mäßiges Klima. Bei uns z. B. (in Nußland) vergrößern das Pclzwcrk,Brennmaterial, Oel und Licht, welches in den langen Wintcrnächtcn verbrauchtwird, den Normalsatz der Löhne im Vergleich zu Frankreich und Italien , wo dieseBedürfnisse weit geringere Ausdehnung haben. I» dem heißen Theile von Mcricobraucht ein Handarbeiter, um mit seiner Familie zu bestehen, jährlich 72 Piaster;diese Ausgabe ist beinahe um 20 Piaster geringer in dem gemäßigte» Theile dessel-ben Landes. Bisweilen scheint die scharfe Luft, welche ein Nolk athmet, seinenAppetit zu reizen, während eine milde Temperatur es mäßig und frugal zu machenscheint. Die Völker des nördliche» Europa consumircn vcrhältnißmäßig mehrNahrungsmittel als die südliche». Das ist die Basis, welche zur Schätzung desbei allen verschiedenen Gewerben nöthigen Lohnes dient. Indem man so von demLohne ausgeht, welcher der nothwendige Preis für die gemeinste und am WenigstenMühsame Arbeit ist, kann man stufenweise auf die Löhne zurückgehen, welche fürdie anstrengendsten, schwierigste» oder unangenehmsten Arbeiten gezahlt werden.
Da cS sehr wenige Gewerbe giebt, die von Schwierigkeiten und Ucbelständenvollkommen befreit sind, so giebt es auch nur sehr wenige, bei welchen der noih-tvendige Lohn in vollkommenem Gleichgewichte mit seinem Normalsatze steht; bei