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einen gewissen Punkt verringert würde. Die Nachfrage nach industriellen Arbei-tern würde natürlich den Preis der Arbeit erhöhen; aber da die Quantität derSubststenzmittcl sich nicht vermehrte, sv würde der Preis der Lebensrnittel ein glei-ches , ja svgar höheres Maaß für den Fall erreichen, daß die Quantität der Nah-rungsmittel vvn Tag zu Tag sich verringerte. Das Land würde indessen unauf-hörlich an Wohlstand zunehmen: es fände sich der Tauschwerth des jährlichenErtrages sowohl von seinem Territorium als vo» seiner Arbeit von Jahr zu Jahrvermehrt; nach der anderen Seite hin würde aber der Fonds, der zum Unterhaltder Arbeit bestimmt ist, stehend werden oder gar sich im Abnehmen befinden, undfolglich würde der zunehmende Reichthum der Nation die Lage der Armen eherniederdrücken, als heben. Was ihre Unabhängigkeit von Lebensbedürfnissen betrifft,so würde sie dieselbe sein, oder sie würde sich vielmehr verringert haben; und dieMeisten würden die kräftigenden Arbeiten des Ackerbaues gegen die ungesundenBeschäftigungen der Manufaktnr-Jndustric vertauscht habe»*). MalthuS.
11) Das große Uebel in der Lage des Arbeiters ist Armuth, die sich ausder Seltenheit der Nahrung oder Arbeit entwickelt hat: mau hat auch in allen Län-der» unzählige Gesetze zu ihrer Erleichterung dckretirt. Aber gerade diesem Unglückein dem socialen Zustande kann das Gesetz nicht abhelfe»; und deshalb ist es gut,seinen Umfang kenne» zu lernen, um nicht das wirklich mögliche Wohl zu verfehle»,indem man Etwas erreichen will, was außer unserer Kraft liegt.
Bei einem Wachsthum a» Bevölkerung, welches nicht vo» einem Wachsthumevon Nahrung begleitet wäre, müßte dieselbe Menge von Lebensrnittel» unter einegrößere Anzahl von Consumentcu vertheilt werden, welche natürlich alle einen ge-ringeren Theil erhalten würden; die gleichen Resultate würden aus einer Vermin-derung in den Subsistenzmittcln ohne vcrhältnißmäßigc Verminderung in derBevölkerung hervorgehen. Unter diesen Umständen ist das Gesetz gewöhnlicheingcschrittcn, sei es, um die Löhne zu regulircn, sei es, um den gleichen Summe»,abzunöthige», die den Armen gegeben werden sollte». Das Uebel liegt aberin dem Mangel an Substslenzmitteln, und es giebt dagegen kein anderes Mittel,als eine Vermehrung der LcbcnSmittcl. Die Gesetze und die Schenkungen »nGeld sind gleicherweise ohnmächtig, denn es bedarf hier nicht des Geldes, sonder»der Nahrung. Selbst wenn der Loh» jedes Arbeiters verdoppelt oder verdreifach!
*) Malthus setzt hier z» Ehren des Argumentes, welches er entwickelt, eineHypothese, welcbc sich nie verwirklichen kann; d. h. eine Gesellschaft, die, währendsie in alle» Künsten, welche den Wohlstand, die Eleganz fordern, vorschrcitet, dc»Ackerbau, auf dem ihre Subststcnz beruht, vernachlässigt. Er nimmt an, daß,wenn eine Nation mit schnellen Schritte» der Anhäufung cvmmercicllcn Reich-tbumS zueilt, das Kapital sich dem Ackerbau entzieht: während der Fall gerade derist, daß ein Theil des hinzukommende» Kapitals, welches durch den Handel erlanöworden, zur Verbesserung der Ländereien angewendet werde» wird, daß cinZuwachsan Produkten davon die Folge sein muß und daß darum neue Fonds zur ll»'terhallung der Arbeit aufgehäuft werden können. Hiernach ist cS nicht leicht zjbegreifen, wie selbst i» Ehina eine Zunahme des commercicllen Reichthums d>Lage des Arme» verschlimmern sollte. Buchana».