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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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geordnete Zweige der ländlichen Arbeit erfordern viel mehr Geschick-lichkeit und Erfahrung, als die meisten mechanischen Gewcrke. DerMann, der Messing und Eisen bearbeitet, arbeitet mit Instrumentenund an einem Material, deren Beschaffenheit sich immer ganz oderbeinahe gleich bleibt. Hingegen der Mann, der den Boden miteinem Gespann Pferde oder Ochsen pflügt, arbeitet mit Instrumenttcn, deren Gesundheit, Kraft und Temperament in verschiedenenFallen sehr verschieden sind. Auch die Beschaffenheit der Materia-lien, die er bearbeitet, ist so verschieden, als es die Instrumentesind, mit denen er arbeitet, und beide müssen mit vielem Urtheil undgroßer Vorsichtigkeit behandelt werden. Der gemeine Bauer, dergewöhnlich für ein Muster von Einfalt und Dummheit angesehenwird, leidet selten an diesem Urtheil und dieser Vorsichtigkeit Mangel.Freilich ist er weniger mit dem geselligen Umgang vertraut, als derHandwerker, der in der Stadt lebt: seine Stimme und Sprache ist rauherund für Diejenigen, die nicht daran gewöhnt sind, weniger verständlich;aber sein Verstand, der sich täglich mit einer größeren Mannigfal-tigkeit von Gegenständen beschäftigen muß, ist in der Regel dem derAnderen, deren ganze Aufmerksamkeit vom Morgen bis zum Abendan eine oder zwei höchst einfache Verrichtungen gefesselt ist, weit über-legen. Wie sehr die niederen Volköklassen auf dem Lande denen inder Stadt wirklich überlegen sind, weiß Jeder, den seine Geschäfteoder Ncugierde dazu geführt baben, mit beiden viel zu vcrkch-rcn(2" und 2i). Darum soll auch in China und Hindostan derRang und Lohn der Landleute höher sein, als der der meisten Hand-werker. Verhinderten dies nicht die Zunftgcsctze und der Zunftgeist,so wäre es wahrscheinlich aller Orten so.

Die Ucbcrlegenheit, welche die städtische Industrie in ganz Eu-ropa über die ländliche hat, hat ihren Grund nicht ganz und garin den Zünften und Zunstgcsctzen; sie wird auch durch andere Ver-ordnungen aufrecht erhalten. Die hohen Steuern auf fremde Gc-wcrkswaaren und alle von auswärtigen Kaufleuten importirtenGüter haben ganz denselben Zweck. Zunftgcsctze setzen die Städterin Stand, ihre Preise zu erhöhen, ohne daß sie fürchten müssen,durch die freie Concurrenz von ihren eigenen Landslcutcn ausgcsto-chcn zu werden; jene anderen Verordnungen aber sichern sie gleicher