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abredungen. Es ist etwa ein halbes Dutzend Wollkämmer nöthig,um tausend Spinner und Weber in Gang zu erhalten. Wenn sieübereinkommen, keine Lehrlinge zu nehmen, so können sie nicht nurdas ganze Geschäft an sich reißen, sondern auch die gcsammte Manu-faktur in eine Art von sklavischer Abhängigkeit bringen, und den Preisihrer Arbeit weit höher treiben, als er der Natur derselben gemäßwäre.

Die Bewohner des Platten Landes können, da sie an verschie-denen Orten zerstreut leben, sich nicht leicht zu Etwas vereinigen.

Sie haben nicht nur niemals eine Zunft gebildet, sondern der Zunft- / ^gcist ist auch niemals unter ihnen herrschend geworden. Nie hat -man Lehrjahre zur Erlernung der Ackerwirthschaft, dem großen Land-bctricbc, für nöthig gehalten. Und doch giebt es nächst den schönenKünsten und freien BcrufSartcn vielleicht kein Gewerbe, das einesolche Mannigfaltigkeit von Kenntnissen und Erfahrungen voraus-setzt. Die zahllosen Bücher, die darüber in allen Sprachen geschrie-ben worden sind, können uns den Beweis geben, daß sie selbst unterden weisesten und gelehrtesten Nationen niemals für eine leicht ver-ständliche Sache gehalten wurde. Und in allen diesen Büchernwürde man vergebens jene Kenntniß der verschiedenen zusammen-gesetzten Operationen suchen, die gemeiniglich sogar ein gewöhnlicherPächter besitzt, so verächtlich auch immer manche verächtliche Ver-fasser derselben von ihnen zu sprechen sich anstellen. Dagegen giebtes kaum irgend ein gemeines mechanisches Handwerk, dessen Opera-tionen sich nicht in einem Büchlein von wenigen Seiten so vollstän-dig und deutlich darstellen ließen, als es mit Worten, von Zeichnun-gen begleitet, geschehen kann. In der Geschichte der Gewerbe(UiStoiro <>08 ^rts ot Mtioi-s), welche jetzt von der französischen Akademie der Wissenschaften herausgegeben wird, sind einige derselbenauf diese Art deutlich gemacht worden. Zudem erfordert noch dieLeitung derjenigen Operationen, welche sich nach jedem Wetterwechselund anderen Zufällen bequemen müssen, viel mehr Urtheil und Vor-sichtigkeit, als bei denen nöthig ist, die sich immer ganz oder beinahegleich bleiben.

Nicht nur die Kunst des Pächters, die allgemeine Leitung derlandwirthschastlichcn Operationen, sonder» auch so manche untcr-

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