Hochlande Fleisch eben so wohlfeil oder noch wohlfeiler, als Hafer-brot. Die Vereinigung der beiden Königreiche öffnete dem Hoch-landSvieh den englischen Markt. Jetzt ist der gewöhnliche Preisetwa dreimal so hoch, als in Anfang des Jahrhunderts, und dieRenten vieler hochländischen Güter haben sich in derselben Zeit ver-dreifacht und vervierfacht. Fast durchweg pflegt heute in Großbri-tannien ein Pfund des besten Fleisches mehr werth zu sciu, als zweiPfund des besten Weißbrots; in reichen Jahren ist eS mitunter dreioder vier Pfund desselben werth.
So geschieht es denn, daß bei fortschreitender Kultur die Renteund der Gewinn unangcbautcn Weidelandes einigcrmaaßen durch dieRente und den Gewinn des angebauten, und diese wieder durch dieRcntcnnddenGewinndesGctreidcsregulirtwerdcn. Getreide ist einejährliche Ernte, Fleisch hingegen eine Ernte, die vier oder fünf Jahrezum Neifwcrden braucht. Bringt nun ein ^eee viel weniger vondem einen, als von dem andern Nahrungsmittel hervor, so muß diegeringe Quantität durch die Höhe des Preises ausgeglichen werden.Würde sie mehr als ausgeglichen, so würde man mehr Getreidelandin Weideplätze verwandeln; würde sie nicht ausgeglichen, so würdeMan einen Theil der Weideplätze wieder zu Getreideland machen.
Doch muß man wissen, daß diese Gleichheit von Rente undGewinn des FutterS, und Rente und Gewinn des Getreides, d. h.von einem Boden, dessen unmittelbares Produkt Nahrung für's Vieh,Und einem andern, dessen unmittelbares Produkt Nahrung für Men-schen ist, nur von dein größten Theil des angebauten Bodens einesgroßen Landes gilt. An einzelnen absonderlichen Oertlichkcitcn ist^ ganz anders, und Rente und Gewinn von Vichfutter sind da weithöher, alö sie aus dem Getreide gezogen werden können.
So bewirkt oft in der Nähe einer großen Stadt die Nachfrage"ach Milch und Pfcrdcfutter, so wie der hohe Preis des Fleisches,^aß der Werth des WeidccrtragcS sein natürliches Verhältniß zumGetreide übersteigt. Es ist aber klar, daß dieser örtliche Vortheilentlegenen Ländcrcicn nicht zu Gute kommen kann.
Manche Länder sind durch besondere Umstände so volkreich ge-worden, daß ihr ganzes Gebiet in ähnlicher Weise, wie dicLändcrciender Nähe einer großen Stadt, unzureichend wurden, um das für