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Wenn umgekehrt der Reichthum eines Landes wächst, wenn dasjährliche Produkt seiner Arbeit stufenweise größer und größer wird,so wird, damit eine größere Quantität von Waaren circuliren könne,eine größere Quantität gemünzten Geldes nöthig, und die Leute wer-den, da sie es thun können, weil sie mehr Waaren dafür zu gebenhaben, natürlich auch immer mehr Geräth von edlem Metall kaufen.Die Quantität ihres Geldes wird aus Bedürfniß wachsen, die Quan-tität des Gcräths aber aus Eitelkeit und Prunk, oder aus dem-selben Grunde, aus welchem die Menge schöner Statuen, Gemäldeund anderer Gegenstände des Lurus und der Liebhaberei wahrschein-lich stets unter ihnen zunimmt. Da aber Bildhauer und Maler inZeiten des Reichthums und des Gedeihens doch wohl nicht schlechterbezahlt werden, als in Zeiten der Armuth und Gedrücktheit, so wirdman auch Gold und Silber dann wahrscheinlich nicht schlechterbezahlen").
Da der Preis des Goldes und Silbers, wenn er nicht durchdie zufällige Entdeckung ergiebiger Bergwerke heruntergedrückt wird,ganz natürlich mit dein Reichthum jedes Landes steigt, so ist er, waSauch immer der Zustand der Bergwerke sei, zu allen Zeiten in einemreichen Lande seiner Natur nach höher, als in einem armen. Goldund Silber suchen natürlich, wie alle anderen Waaren, den Markt,wo der beste Preis für sie bezahlt wird, und der beste Preis wird fürjedes Ding gewöhnlich in dem Lande bewilligt, welches ihn amLeichtesten zu geben im Stande ist. Man vergesse nicht, daß amEnde immer die Arbeit der Preis ist, welcher für alle Dinge bezahltwird, und daß in Ländern, wo die Arbeit gleich gut bezahlt wird,der Geldpreis der Arbeit sich nach dem der Lcbcnsmittel der Arbeiterdichten wird. Nun wird aber Gold und Silber in einem reichenLande natürlich gegen eine größere Menge von Lebcnömitteln ver-tauscht, als in einem armen, d. h. in einem Lande, welches anLebensrnitteln Ucbcrfluß hat, gegen eine größere, als in einem, wel-ches nur mäßig damit versorgt ist. Sind die beiden Länder weit voncinandcr entfernt, so kann die Differenz sehr groß sein, weil, wenndie Metalle auch sich von selbst von dem schlechteren zu dem besserenMarkte ziehen, cö doch schwer sein kann, sie in solchen Quantitätendahin zu bringen, um ihren Preis an beiden Orten in ein Gleich-I. 17