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der Werth beider Metalle ziemlich gleich. In den schottischen Mün-zen überwog, wie man aus den Münzrechnungen ersieht, vor derUnion mit England das Gold um ein Weniges*). In den Mün-zen vieler Länder überwiegt das Silber. In Frankreich werden diegrößten Summen gemeiniglich in diesem Metall gezahlt, und es istdort schwer, mehr Gold zu haben, als man in seiner Tasche bei sichzu führen nöthig hat. Doch wird der höhere Werth des Silber-gcräthes, der in allen Ländern anerkannt ist^das Uebcrwiegen derGoldmünzen über die Silbermünzen, das sich nur in wenigen Län-dern findet, mehr als ausgleichen 25).

Obgleich in einem Sinne des Wortes das Silber immer vielwohlfeiler gewesen ist, und wahrscheinlich auch stets viel wohlfeilersein wird, als das Gold, so kann man doch in einem anderen Sinnevielleicht sagen, daß das Gold auf dem spanischen Markte bei seinemjetzigen Zustande etwas wohlfeiler ist, als das Silber. Man kanneine Waare nicht nur nach der absoluten Höhe oder Niedrigkeit ihresüblichen PreiscS, sondern auch darnach theuer oder wohlfeil nennen,wie dieser Preis mehr oder weniger über dein niedrigsten steht, zudem sie sich eine Zeitlang auf den Markt bringen läßt. Dieser nie-drigste Preis ist derjenige, der nur mit mäßigem Gewinnste das Ka-pital wieder einträgt, das man dazu gebrauchte, sie dahin zu bringen.Es ist der Preis, der für den Grundbesitzer Nichts abwirft, d. h. vondem die Rente keinen Bestandtheil ausmacht, weil er nur in Arbeits-lohn und Gewinn besteht. Nun ist aber auf dem spanischen Marktebei seinem jetzigen Zustande das Gold gewiß diesem niedrigen Preiseetwas näher als daö Silber. Die Abgabe auf Gold an den Königvon Spanien ist nur der zwanzigste Theil vom reinen Metall oderfünf Procent, während die Abgabe auf Silber den zehnten Theiloder zehn Procent beträgt. Auch ist bereits bemerkt worden, daß >udiesen Abgaben die ganze Rente der meisten Gold« und Silbcrgrubc»des spanischen Amerikas besteht, und die Abgabe auf Gold nochschlechter bezahlt wird, als die aus Silber. ES müssen auch die Ge-winnstc der Unternehmer von Goldgruben, da diese weit seltener dabeiihr Glück machen, gewöhnlich noch mäßiger sein, als die der Unter-

*) Siehe: Nuddinnm's Vorrede zu Anderwn'S u. s. w. Scoiiuc