schritt vornehmlich eine Folge des verhältnißmäßig hvhen Gewinnsatzes ist, so hatteer auch bei der Lehre bleiben sollen, daß der in verschiedenen Geschäften realisirteGewinnsatz der beste Maaßstab sei, um die Lortheilhaftigkeit derselben zu beurthei-len, Dies ist in Wahrheit die einzige Lehre, die mit den Fundamentalsätzen seinesSystems harmvnirt; denn sie zeigt, daß die Freiheit der Industrie eben so wohlfür den Staat, als für die Privatleute den größte» Nutzen bat. Die Einzelnenwerden um ihres eigenen Interesses willen stets geneigt fein, ihre Kapitalien insolche Geschäfte zu stecken, von denen sie glauben, daß sie. Alles in Allem genom-men, den größten Reingewinn abwerfe» werden; und wenn sie Das thu», so wen-den sie offenbar ihre Kapitalien aus eine Weise an, die am Ehesten sowohl ihreigenes Vermögen vergrößern, als auch das Kapital des Landes vermehre», einerwachsenden Bevölkerung Unterhalt gewähren, und die Bequemlichkeiten und Genüsseder Gesellschaft immer weiter ausdehnen wird.
Man sollte nicht vergessen, daß Gewinn und Rente die einzigen Quellen find,aus denen hohe Steuern fließen können, Versuchte es eine Regierung, die Ver-wendung des Kapitals zu fesseln und es so i» Kanäle heincinznzwingen, in denenes nur einen geringeren reine» Gewinn abwerfe» könnte, so würde sie nicht nurdas Wachsthum des Nationalkapitals hemmen, sondern nach und nach auch denFond verkleinern, aus welchem die Staatseinnahmen jederzeit hergenommen werdenmüssen, und das Land in seinen Beziehungen zu anderen Staate» niederdrücke».So zeigt es sich also, wenn man die Sache von alle» Seiten betrachtet, daß keinGrund vorhanden ist, anzunehmen, daß die weiteste Gewerbcfreiheit die Kapitalienzu unvortheilhaftc» Anwendungen ableiten werde. Es stehen in dieser Rücksicht viel-mehr das Interesse des Staates und das der Private» in Einklang. Wenn dasKapital lieber dem auswärtige» Handel als dem Landbau und dem inländischenHandel zustießt, so geschieht Das darum, weil man glaubt, es werfe so für diePrivatleute, und folglich auch für den Staat, größere Gcwinnstc ab.
Mac Culloch.
2) Dies ist vielleicht die tadelnöwcrthcste Stelle im ganzen Buche, und es istzum Erstaunen, wie ein so scharfsinniger Denker als Smith einen so augenschein-lich falschen Satz aufstelle» konnte, daß „die Natur in den Manufakturen Nichtsfür den Mensche» thue," Sind die Kräfte des Wassers und des Windes, dieunsere Maschinen bewege», unsere Schiffe tragen und sie über das Meer Hintreiben,sind der Luftdruck und die Elasticität des Dampfes, die uns die erstaunlichsten Ma-schinen herzustellen in Stand setzen, — sind diese nicht freiwillige Naturgaben?Der einzige Vortheil der Maschinen besteht in der That darin, daß sie es unsMöglich machen, die Naturkräfte zu unserem Dienste zu zwingen, und durch sieeinen großen Theil Dessen ausführen zu lassen, was sonst ganz und gar von Men-schen gemacht werden müßte. Beim Bleiche» und Gähren geschieht der ganzeProzeß durch natürliche Agentien, und der Wirkung der Hitze im Schmelzen derMetalle und Erwärmen der Häuser verdanken wir viele unserer trefflichsten Werk-zeuge und die Wohnlichkcit unseres nordischen Klimas,
Wegen der Fortschritte, die unausgesetzt in den Künsten gemacht werden,