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anführen, wo dir mechanischen Künste einen hohen Grad von Vollkommenheiterreicht hätten.

Eben so wie die Sklaverei bei den Römern die Fortschritte in den Gcwcrkenaufhielt, war sie auch dem Handel schädlich, den sie nicht aus einem KindhcitS-zustandc herauskommen ließ. Der Kompaß, die Posten, die Wechselbriefe, di^Kreditpapicre, die Banken, die Affccuranzcn, kurz alle Vervollkommnungen desVerkehrs waren ihnen unbekannt, und wurden erst dann erfunden, als die vollstän-dige Aufhebung drr Sklaverei cinen dritte» Stand hatte entstehen lassen, und freieMenschen sich mit dem Handel zu besassen anfingen. Die Römer waren reich;allein ihr Reichthum beschränkte sich auf eine kleine Zahl von Bürgern, während alleklebrigen im tiefsten Elend steckten, und i» den Geschenken des öffentlichen Schatzesnur eine kümmerliche Hülse fanden. Auch war dieser Reichthum nicht die Fruchtdes Gcwerbfieißcs, sondern der Beute, die Rom unter den besiegten Völkernmachte. Hätten die Römer nicht am Kriege ein Erwerbsmittel gehabt, so würdensie immer eben so arm geblieben sein, als in den ersten Zeiten der Republik , es seidenn, daß sie, wie die neueren Völker, die Sklaverei abgeschafft, und die indu-striellen Künste getrieben hätten.

I» den Fcudalreichc» erforderte der schwache, beschränkte Handelsverkehr, derin Europa Statt fand, und die kleine Zahl von einfachen, groben Fabriken, die sichdaselbst aufgcthan hatten, nur sehr kleine Kapitalien. Doch mußten diese Kapi-talien sehr große Gcwinnstc abwerfen, so viel sich wenigstens aus dem Zinsfüßeentnehmen läßt. Der Zinsfuß stand nirgends unter zehn Proccnt, und es mußtenalso wohl die Gewinnstc der Unternehmer groß genug sei», daß sie einen so hohenZins zahle» konnte». Gegenwärtig macht man ungeheure Gewerkö- und HandelS-»nternchmungcn, und der Zinsfuß steht nirgends höher als sechs von, Hundert, jaer ist in den reichste» Länder» auf vier, drei und zwei von, Hundert gefallen. Die-ses Wachsthum der Industrie und dieses Hcrabgchcn des Zinsfußes find eine Folgeder Freilassung der Sklaven.

Die Epoche der vollständigen Abschaffung der Sklaverei in Europa ist dieMorgenröthe aller großen Entdeckungen. Alle Fortschritte in Künsten und Wissen-schaften, in Verfassung und Industrie datiren von dieser großen wohlthätigen Um-kchrung der Dinge, und es ist kein Zweifel, daß Europa , wenn sie nicht Stattgefunden hätte, „och heute in derselbe» Barbarei stäke, i» der es so viele Jahr-hunderte lang begraben lag. Heute kann allerdings die Sklaverei da, wo sie nocheristirt, nicht mehr dieselben verderblichen Wirkungen haben, als im Mittclalter:den» damals war sie allgemein, heute aber sehen sich diejenigen Staaten, die sieNoch dulden, von freien, wohlhabende» und civilisirten Völkern umgeben, derenKapitalien, Bildung und Entdeckungen ihrer Entwickelung zu Hülfe kommen.Diese Staaten enthalte» eine größere Zahl kleiner Eigenthümer und freier Men-schen, als jemals zur Fcudalzeit i» einem europäischen Lande vorhanden waren,und haben eine regelmäßigere Regierung und eine unvcrhältnißmäßig größereSicherheit nach außen wie nach innen, als die Reiche des MittclalterS habensonnten. Auch machen die Sitten dort die Sklaverei in einem Grade erträglichIk. 12