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nicht nur das Land in ihrer Nähe, sondern auch alle Länder, wohinsie Handel treibt, in Armuth und Kümmerlichkeit verbleiben. Jedesdieser Länder, einzeln genommen, könnte der Stadt vielleicht nureinen kleinen Theil ihres Unterhalts oder ihrer Beschäftigung gewäh-ren, aber alle zusammen sind sie im Stande, ihr Unterhalt und Be-schäftigung im reichsten Maaße zu verschaffen. Indeß gab es doch-in dem engen Handelskrcise jener Zeiten einige Länder, die reich undgcwcrbsam waren. Dahin gehört das griechische Reich, so lange esbestand, und das Reich der Sarazenen während der Herrschaft derAbbassidcn, so wie ferner auch Aegyptcn, ehe es von den Türkenerobert wurde, ein Theil der Küsten der Berbern und alle ProvinzenSpaniens , die unter der Herrschaft der Mauren standen.

In Europa scheinen die italienischen Städte die ersten gewesenzu sein, die sich durch den Handel zu einem hohen Grade von Wohl-stand aufschwangen. Italien lag in der Mitte desjenigen Theilsder Welt, der damals der gebildete und civilisirte war. Auch dieKrcuzzüge, die doch durch die große Verschwendung von Kapitalienund die Vertilgung der Landeöcinwohner, die sie in ihrem Gefolgehatten, die Fortschritte der meisten europäischen Länder nothwendigaushalten mußten, waren dein Aufschwung der italienischen Städteäußerst günstig. Die großen Heere, welche von allen Seiten her zurEroberung deö heiligen Landes auszogen, gaben der SchiffsahrtVenedigs, Genuas und Pisas theils durch den Transport der Heere,immer aber durch Zufuhr dcr LebcnSmittcl, außerordentliche Aufmun-terung. Jene waren gleichsam die Kommissäre dieser Heere, und sowurde die verzehrendste Raserei, die jemals die europäischen Völkerbefallen hat, eine Quelle des Reichthums für jene Republiken.

Indem die Einwohner der Handelsstädte die feinen Gcwerks-waaren und kostspieligen LuruSartikcl reicher Länder einführten,nährten sie nicht wenig die Eitelkeit der großen Laudeigenthümcr, diejene Waaren mit reichlichen Quantitäten ihrer eigenen Rohprodukteeinkauften. So kam es, daß der Handel eines großen Theils vonEuropa damals vornehmlich in dem Austausch eigener Rohproduktegegen die Gewcrkscrzcugniffc civilisirtcrcr Völker bestand. DieWolle Englands z. B. wurde gegen französische Weine und die fei-nen flandrischen Tücher in eben der Art getauscht, als heutiges Tages