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das Getreide Polens gegen französische Weine und Liqucure, undgegen französische und italienische Seide und Sammet umgetauschtwird. Aus solche Weise brachte der auswärtige Handel einen Ge-schmack an den feineren und künstlicheren Gewerkswaarcn in Länder,wo keine solchen Waaren gemacht wurden. Nachdem aber dieserGeschmack so allgemein geworden war, daß er eine starke Nachfragehervorrief, suchten natürlich die Kaufleute, um die Frachtkosten zuersparen, Manufakturen gleicher Art in ihrem eigenen Lande zu errich-ten. Dies ist der Ursprung der ersten Manufakturen für den aus-wärtigen Verkauf, die nach dem Falle des römischen Reiches in denwestlichen Ländern Europas entstanden.
Man muß bemerken, daß niemals ein großes Land ohne einegewisse Art von Manufakturen bestand oder bestehen konnte, undwenn man von einem solchen Lande sagt, daß es keine Manufakturenhabe, so muß dies immer von den feineren und künstlichen, d. h. vonsolchen verstanden werden, welche sich für den Verkauf in fremdenLändern eignen. In jedem großen Lande ist die Kleidung und dasHausgcräth der großen Mehrzahl des Volkes das Produkt seinereigenen Gcwerksthätigkeit. Dies ist sogar in den armen Ländern,von denen man zu sagen pflegt, daß sie keine Manufakturen haben,noch allgemeiner der Fall, als in jenen reichen, von denen manannimmt, daß sie reichlich damit versehen sind. In den letzterenwird man im Allgemeinen unter den Kleidern und dem Hausgcräthder niedrigsten Volksklasse einen weit größeren Theil ausländischerProdukte finden, als in den ersteren.
Diejenigen Manufakturen, welche sich für den auswärtigenVerkauf eignen, scheinen auf zwei verschiedenen Wegen in die Ländereingeführt worden zu sein.
Zuweilen wurden sie in der oben angegebenen Art durch die so zusagen gewaltsame Operation der Kapitalvorräthe einzelner Kaufleuteund Unternehmer eingeführt, die ihre Kapitalien aus die Nachahmungfremder Gcwcrköwaaren derselben Art verwendeten. Solche Manu-fakturen sind daher die Kinder des auswärtigen Handels, und dahinscheinen die alten Seiden-, Sammet- und Brocatmanufakturcn zugehören, die im dreizehnten Jahrhundert in Lucca blühten. Siewurden durch die Tyrannei eines der Helden Maechiavell's, Cas-
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