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leute höheren Auflagen unterworfen; allein der durch die Nachlässig-keit, Verschwendung und Veruntreuung ihrer Diener verursachteVerlust war für die Gesellschaft gewiß eine noch weit drückendereAbgabe, als jene Auflagen sein konnten. Daß eine Gesellschaft mitzusammengeschossenem Fonds im Stande sein sollte, einen Zweig desauswärtigen Handels mit Glück zu treiben, sobald Privatleute mitihr in offene und freie Konkurrenz treten dürfen, scheint aller Erfah-rung entgegen zu sein.
Die alte englisch - ostindischc Kompagnie wurde 1600 durch einPatent der Königin Elisabeth errichtet. In den ersten zwölf Reisen,welche sie nach Indien unternahm, scheint sie als eine rcgulirte Ge-sellschaft mit getrenntem Fonds, obgleich nur in gemeinschaftlichenSchiffen, gehandelt zu haben. Im Jahre 1612 vereinigten dieTheilnehmer ihre Fonds. Ihr Patent gab ihr ein ausschließlichesPrivilegium, und obgleich es nicht durch eine ParlamcntSaktc be-stätigt worden war, so wurde doch ein solches Privilegium damalsfür eben so vollgültig angenommen. Sie wurde daher auch vieleJahre hindurch von Schleichhändlern nur wenig beunruhigt. IhrKapital, welches niemals sicbenmalhundert und vierundvicrzigtansendPfund Sterling überstieg, und worin fünfzig Pfund Sterling einenAntheil oder eine Aktie ausmachten, war nicht so übermäßig groß,noch waren ihre Geschäfte so ausgedehnt, daß sie für grobe Nach-lässigkeit und Verschwendung einen Vorwand, oder für grobe Ver-untreuungen einen Deckmantel hätten liefern könne». Ungeachteteiniger außerordentlichen Verluste, die sie theils durch die Bosheitder holländisch-ostindischen Kompagnie und theils durch andere Zu-fälle erlitt, führte sie doch viele Jahre lang einen glücklichen Handel.Mit der Zeit aber, da man die Grundsätze der Freiheit besser zu er-kennen anfing, wurde eS mehr und mehr zweifelhaft, in wiefern einkönigliches Patent, wenn es nicht durch eine Parlamentsakte bestätigtworden, ein ausschließliches Privilegium verschaffen könne. DieEntscheidungen der Gerichtshöfe über diese Frage waren nicht gleich-lautend , sondern wechselten je nach dem Ansehen der Regierung undder Laune der Zeit. Die Schleichhändler, deren immer mehr wur-den, brachten gegen das Ende der Regierung Karls II. , währendder ganzen Regierung Jakobs II. und während eines Theils der