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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Allgemeinen sind die reichsten und bestdotirten Universitäten immerdie langsamsten gewesen, wenn es galt, jene Fortschritte bei sich zu-zulassen, und haben sich stets gegen jede wesentliche Veränderung indem einmal eingeführten Untcrrichtsplanc aufs Acußcrstc gesträubt.Weit leichter ließen sich manche ärmere Universitäten auf jene Fort-schritte ein, da dort die Lehrer für den größten Theil ihres Unterhaltsauf ihren Ruf angewiesen und somit gezwungen waren, den Zeitgeistmehr zu berücksichtigen.

Aber obgleich die öffentlichen Schulen und Universitäten Euro-pas ursprünglich nur auf die Erziehung eines einzigen Standes, desStandes der Geistlichen, berechnet waren, und obgleich sie sogarnicht einmal immer ihre Zöglinge in denjenigen Wissenschaften,welche als für ihren Stand nothwendig galten, sorgfältig unterrich-teten : so zogen sie doch nach und nach die Erziehung von Leutenaller Stände, besonders aber die reichen und vornehmen jungenMänner an sich. Man schien keine bessere Art zu kennen, den lan-gen Zwischenraum zwischen der Kindheit und derjenigen Periode desLebens auszufüllen, wo der Mensch sich alle» Ernstes einem welt-lichen Geschäfte, welches von nun an der Beruf seines Lebens wer-den soll, zu widmen beginnt. Allein der größte Theil dessen, waSin den Schulen und auf Universitäten gelehrt wird, dürste nichtgerade die geeignetste Vorbereitung auf dieses Geschäft sein.

In England wird eö immer mehr gewöhnlich, junge Leute,gleich nachdem sie aus der Schule kommen, und ohne daß sie erst eineUniversität besuchen, auf Reisen zu schicken. Man behauptet, unsereJugend komme meist sehr gebildet von diesen Reisen zurück. Freilichist ein junger Mensch, der in seinem siebzehnten oder achtzehntenJahre außer Landes geht und im cinundzwanzigstcn zurückkommt,nach seiner Rückkehr um vier Jahre älter, und es möchte in diesemAlter schwer sein, sich in drei oder vier Jahren nicht um Vieles aus-zubilden. Er lernt auf seinen Reisen gewöhnlich eine oder zweifremde Sprachen, obgleich er sie selten so lernt, daß er sie richtigsprechen oder schreiben kann; in anderer Beziehung aber kehrt ergewöhnlich dünkelhafter, grundsahloser, lockerer und zu allen Stu-dien oder Geschäften unaufgelegtcr und unbcfähigtcr zurück, als eres in einer so kurzen Zeit hätte werden können, wenn er zu Hause

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