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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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geblieben wäre. Dadurch, daß er so jung reist und die köstlichstenJahre seines Lebens fern von der Aufsteht seiner Acltcrn oder Ver-wandten in citeln Zerstreuungen verschleudert, wird jede nützlicheGewohnheit, welche die früheren Theile seiner Erziehung ihm etwabeigebracht haben, statt daß sie sich festsetzen und stark werden sollte,fast nothwendig geschwächt wrd ausgelöscht. Nichts als der Miß-kredit, in welchen die Universitäten sich selbst fallen ließen, konnteeine so thörichte Sitte, wie die des Reifens in einer so frühen Periodedes Lebens, in Aufnahme kommen lassen. Indem ein Vater seinenSohn ins Ausland schickt, befreit er sich wenigstens auf einige Zeitvon einem so unangenehmen Anblick, als der eines unbeschäftigtenund vernachlässigten Sohnes ist, der vor seinen Augen inS Verderbenrennt.

Dies sind die Wirkungen mancher neueren Erziehungsanstaltengewesen.

Andere Pläne und andere Anstalten für die Erziehung scheinenin anderen Zeiten andere Völker gehabt zu haben.

In den Republiken des alten Griechenlands wurde jeder freieBürger unter der Aufsicht der Obrigkeit in gymnastischen Uebungenund in den Musenkünsten unterrichtet. Durch die gymnastischenUebungen wollte man seinen Körper abhärten, seinen Muth stählenund ihn auf die Beschwerden und Gefahren des Krieges vorbereiten;da aber nach allen Nachrichten die griechische Miliz eine der besten inder Welt war, so mußte dieser Theil ihrer öffentlichen Erziehungwohl vollkommen dem Zwecke entsprochen haben, für welchen er be-rechnet war. Durch den anderen Theil der Erziehung, durch dieMusenkünste, wollte man — wenigstens nach den Nachrichten, welcheuns die Philosophen und Geschichtschreiber von diesen Anstalten geben— den Geist ausbilden und den Charakter sanfter und zur Uebungaller socialen und moralischen Pflichten sowohl im öffentlichen alsim Privatleben geneigter machen.

Im alten Rom entsprachen die Uebungen aus dem CampusLlartius eben demselben Zwecke, den die Uebungen des Gymnasiumsim alten Griechenland hatten, und sie scheinen ihn ebenso vollständigerfüllt zu haben. Aber Etwas, was der Erziehung in den Muscn-küusten bei den Griechen ähnlich gewesen wäre, findet sich bei den