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dem öffentlichen Unwille» preisgaben, mehr als alle Vergnügungenein Gegenstand ihres Hasses.
In einem Lande, wo das Gesetz die Lehrer der einen Religionnicht mehr begünstigt als die der anderen, würde es durchaus nichtnöthig sein, die Lehrer der einen oder anderen in eine besondere un-mittelbare Abhängigkeit von dem Staatsoberhaupte oder der voll-ziehenden Gewalt zu setzen, d. h. diese sich in ihre Ernennung oderin ihre Entlassung mischen zu lassen. In einer solchen Lage würdeder Staat sich gar nicht weiter um sie zu bekümmern haben, als insofern er unter ihnen, wie überhaupt unter seinen Bürgern, denFrieden zu erhalten sucht, indem er sie nämlich abhält, einander zuverfolgen, zu beleidigen und zu unterdrücken. Aber ganz anders istes in Ländern, wo eS eine herrschende oder Staatökirche giebt. Hierkann das Staatsoberhaupt niemals ruhig sein, wenn es nicht dieMittel hat, über die meisten Lehrer dieser Religion einen starkenEinfluß auszuüben.
Die Geistlichkeit jeder herrschenden Kirche bildet eine großeKörperschaft. Sie kann so übereinstimmend handeln und ihr In-teresse so sehr nach Einem Plane und in Einem Geiste verfolgen,als wenn sie unter der Leitung eines einzigen Mannes stände; undoft steht sie auch wirklich unter einer solchen Leitung. Ihr Interesseals das einer eigenen Körperschaft fällt niemals mit dem des Staats-oberhauptes zusammen, ja ist demselben manchmal geradezu entge-gengesetzt. Ihr Hauptinteresse besteht in der Aufrechterhaltung ihresAnsehens bei dein Volke, und dieses Ansehen hängt von der geglaub-ten Gewißheit und Wichtigkeit der ganzen Lehre, die die Geistlicheneinschärfen, so wie von dem Glauben ab, daß es nothwendig sei,jeden Artikel dieser Lehre mit Inbrunst zu erfassen, um sich vor ewi-gem Elend zu sichern. Sollte das Staatsoberhaupt die Unklughcitbegehen, selbst irgend einen unbedeutenden Theil ihres Glaubens-systemcö zu verlachen oder zu bezweifeln, oder sollte es aus Mensch-lichkeit Diejenigen, welche das eine oder andere thun, zu beschützensuchen: so fühlt sich die kitzliche Ehre einer Geistlichkeit, die in keinerArt von Abhängigkeit von ihm steht, sofort herausgefordert, denLandeshcrrn als einen Feind Gottes in den Bann zu thun, und alleSchrecknisse der Religion aufzubieten, um das Volk dahin zu brin-