Band 
[Dritter Band. - Vierter Band.]
Seite
246
JPEG-Download
 

246

endenden Jahre betrug der Rohertrag dieses Zweiges der Acciscgcfälle3,341,837 I.. 9 sll. 9 el.

Man muß jedoch stets festhalten, daß nur die LuruS- und nichtdie nothwendigen Ausgaben der unteren Volksklasscn besteuert werdendürfen. Die schließliche Bezahlung jeder auf ihre nothwendigenAusgaben gelegten Steuer würde lediglich auf die oberen Stände,auf den kleineren Theil deS JahrcSproduktcs, und nicht auf den grö-ßeren fallen. Eine solche Steuer muß in allen Fällen entweder denArbeitslohn erhöhen, oder die Nachfrage nach Arbeit vermindern.Sie kann den Arbeitslohn nicht erhöhen, ohne die schließliche Zah-lung der Steuer auf die oberen Stände zu werfen. Sie kann dieNachfrage nach Arbeit nicht vermindern, ohne das jährliche Boden-und Arbeitsprodukt des Landes, den Fonds, aus welchem alle Steuernam Ende gezahlt werden müssen, zu vermindern. Zu welchem niedri-gen Stande aber auch eine derartige Steuer die Nachfrage nach Arbeitherunterbringen mag, so muß sie doch immer der Arbeitslohn höherhinauftreiben, als er sonst bei gleicher Nachfrage sein würde, unddie schließliche Bezahlung dieses erhöhten Lohnes fällt in allen Fällenauf die höheren Stände.

Gegohrne und spirituose Getränke, die nicht zum Verkauf, sondernzum eigenen Gebrauch gebraut oder destillirt werden, unterliegen inGroßbritannien keiner Aecise. Diese Befreiung, die den Zweck hat,den Familien die lästigen Besuche und Nachforschungen der Steuerein-nehmer zu ersparen, verursacht, daß die Last jener Abgaben oft weitschwerer auf die Armen als auf die Reichen fällt. Es kommt allerdingsnicht sehr häufig vor, daß man zum bloßen Privatgebrauche destillirt.Dafür brauen auf dem Lande viele Leute aus dem Mittelstände undbeinahe alle reichen und großen Familien ihr eigenes Bier. Ihnenkostet also von ihrem starken Biere das Faß 8 sl>. weniger, als esdem gemeinen Brauer kostet, der eben sowohl von der Steuer alsvon allen anderen Auslagen seinen Kapitalgewinn zu erhalten ver-langt. Jene Familien trinken mithin ihr Bier wenigstens 9 oder10 sl>. auf daS Faß wohlfeiler, als es der gemeine Mann habenkann, für den es überall bequemer ist, sein Bier in kleinen Portionena»S der Brauerei oder dem Bierhause zu entnehmen. Ebenso istMalz, das für den eigenen Verbrauch einer Familie gemacht wird,