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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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In dieser Lage kaun selbst der Auswand ciucö Fürsten nicht durch dieEitelkeit bestimmt werden, die sich an der glänzenden Pracht einesHofstaates erfreut. Die Unwissenheit der Zeilen macht, daß vielevon den hübschen Sachen, aus denen jene Hofpracht besteht, nochgar nicht bekannt sind. Stehende Heere sind zu einer solchen Zeit auchnoch nicht nothwendig, so daß selbst der Aufwand eines Fürstengleich dem jedes anderen großen Herrn sich kaum in etwas Anderemals in Großmut!) gegen seine Lehrnsleute und Gastlichkeit gegen seinGefolge zeigen kaun. Großmut!) und Gastlichkeit leiten aber nurselten zur Verschwendung, während Eitelkeit fast immer dazu ver-leitet. Darum hatten denn auch in der alten Zeit alle europäischenFürsten ihren Schatz. Noch jetzt soll jeder Tartarhäuptling den sei-nigen haben.

In einem handeltreibenden Lande, das mit jeder Art kostbarerLurusgegenstände angefüllt ist, giebt der Landesherr ebensowohl, alsfast alle großen Gutsbesitzer seines Staates einen großen Theil seinesEinkommens für jene Luruswaaren aus. Sein eignes Land und diebenachbarten Lander versorgen ihn reichlich mit all den kostbarenDingen, die die glänzende, wenn auch nichtssagende Pracht einesHofes ausmachen. Um sich ihrerseits in einem geringeren Gradeeinen ähnlichen Prunk zu verschaffen, verabschieden die Adeligen ihrGefolge, machen ihre Lehcnsleute unabhängig, und werden nach undnach ebenso unbedeutende Menschen als die reichen Bürger in denStädten. Dieselben kleinlichen Leidenschaften, aus denen das Ver-fahren des Adels entspringt, leiten auch den Landesherr». Wieläßt es sich auch denken, daß er der einzige reiche Mann in seinemStaate sein sollte, der gegen Vergnügungen der Art unempfindlichwäre? Wenn er auch nicht, waS jedoch sehr zu vermuthen ist, fürdiese Vergnügungen einen so großen Theil seines Einkommens aus-gabt, daß dadurch die Vertheidigungskräfte des Staates sehr ge-schwächt werden, so läßt sich doch nicht erwarten, daß er nicht wenig-stens Alles für sie ausgeben sollte, was ihm nach Abzug der uner-läßlichen Verthcidigungskosten übrig bleibt. Seine gewöhnlicheAusgabe wird nun seiner gewöhnlichen Einnahme gleich, und erkann von Glück sagen, wenn sie dieselbe nur nicht übersteigt. Daßer einen Schatz sammele, kann man nun nicht mehr erwarten, und