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Bayern beim Tode Friedrichs II. von Hohenstaufen : Festschrift zum Wittelsbacherjubiläum und Programm zur Schlussfeier des Schuljahres 1879/80 an der Königlichen Kreis-Realschule München / von Adalbert Schoettl
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sehen; Grain und Anstrengungen führten um 21. August desselbenJahres seinen Tod herbei. Friedrieh behielt den Kirchenstaat und verhinderte nach dem Tode des Nachfolgers Gregors, dersich den Namen Cölestin IV. gegeben hatte und schon nach18 Tagen starb, zwei Jahre lang die Wahl eines neuen lupsles,bis endlich 12 t8 Innorenz IV., ein früherer Freund Friedrichs,auf den päpstlichen Thron kam.

Zu einem friedlichen Verhältnisse, wie es zuerst Inuocenzanzubahnen versuchte, kam es nicht und konnte es nicht kommen.Daher entfloh der lapst in seine Vaterstadt Genua und von danach Lyon , wohin er ein Conzil berief, das aufs neue einmütigden Bann über den Kaiser aussprach 1215.

Friedrich setzte den Kampf mit ungebeugtem Mute fort, aberdas Glück schien von dem Staufer gewichen zu sein. Klio nochsein liebster Sohn Enzio in der unglücklichen Schlacht bei Fossallagefangen genommen worden war, betrieb Friedrich mit Anstreng-ung aller Kräfte die Belagerung von Parma. Kin kühner Aus-fall aus der belagerten Stadt vernichtete Heer und Lager desKaisers und raubte ihm seinen treuesten Freund Thaddens aSuessa.Spottend sangen dem Geschlagenen Parmas Einwohner nach:

Fcr te, Rex almo, eossit Victoria Jarmae,

Antiphrasi dicta cessit Victoria viefa.

Krankheit, der Verrat seines treuesten Dieners, Pietro deVignc, beugten den Staufer wohl geistig nieder, ohne aber seineThatkratt zu lähmen. Von neuem wurde gerüstet, Marinus Kbulozieht die Streitkräfto der Ghibellinen in Toskana zusammen, ausAfrika kamen neue Schwärme von Saraccncn im Solde des ihnenso wohlwollenden Kaisers, so dass eine allgemeine Furcht inKalabrien entstand und viele Vornehme sich über das adriatischcMeer flüchteten. *) Da endete der Tod das reichbewegte Leben,vernichtete die kühnen Entwürfe und zerstörte die folgenschwerenlläne des Staufers. Sein ganzes Leben hindurch hatte er nieFlorenz zu besuchen gewagt, da ihm einst prophezeit wordenwar, er werde unter Blumen sterben"" 1 ') hier in Fironzuola

*) Spinolli p. lOüil ff.

**) Saba Malaspina 1. 2, 788,