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ist das Land, in dem die Glasmalerei erfunden und ausgebildetward, und Tegernsee wurde die Pflegestiltte der neuen Kunst.Von hier aus zogen deutsche Meister nach Frankreich und Eng-land und schmtickten die dort belindlichen Kirchen mit farbigenFenstern.*)
In Deutschland verdrängte in dieser Zeit im Kirchenbau dergothiBche den romanischen Stil. Die alte Pfarrkirche in Regens-burg zeigt uns so recht die Anfänge des germanischen Stiles;vielfach sind noch Pfeiler an Stelle der Säulen, Rund- und Spitz-bögen wechseln willkürlich mit einander ab und selbst die Spitz-bögen zeigen die verschiedensten Formationen.**) In allen Städtenerwacht die Lust zum Bauen, und die Kunst, die staunenerregen-den Gebäude aufzurichten, wurde bereits nicht mehr allein vonMönchen getrieben.***)
Wie das Rittertum zur Neige ging, so auch der Gesang,dessen Träger und Verbreiter es gewesen war. Die Säuger klagenUber den Verfall der Dichtkuust, Uber das wenige Ansehen, dassie genössen.
Ja, herre wie hab ich verlorn den heit uz Osterriche,
Der mich so wol behftset hat nach grösen slnen ereil!
Von slnen schulden was ich wirt: nfi lebe ich trürecllche,
Nu bin ich aber worden gast: war sol ich armer keren?
Der mich sin noch ergetze, wer tuot nach im daz beste 'i
Wer haltet tören, als er tot, so wol die stolzen gesteV
So singt der Tanhäuser nach dem Tode Friedrichs II. vonOesterreich , der im Jahre 1246 fiel und der an seinem Hofeeinen glänzenden Sängerkreis versammelt hatte. Auch der bay-rische Hof, zumal unter Otto dem Erlauchten, zeigt sich denSängern gUnstig. Nithart, ein Bayer, den wir oben schon zu er-wähnen Gelegenheit hatten, war im Gefolge Herzog Ludwigs desKelheimers ein Teilnehmer des Kreuzzuges von 1221 und wurde
*) Kuglor 561.
**) Siehe darüber Popp, Architektur dos Mittelalters. Den Hau desKrossen Domes in Regensbnrg beschreibt uns Scbuegraf, Band XI undXll der Verb, dos hist. Vereins für Oberpl'alz und Regenshurg.
***) Kugler 537.
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