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sogleich Hand an's Werk, so daß die alte hölzerne Brüte gegenwärtigdurch eine eiserne ersszt ist, die zugleich für Fuhrwerke und die Eisenbahndient.
Dieses Prachtwerk wurde kurze Zeit vorher vollendet, als Ihre Kom-mission sie in Augenschein genommen hat. Durch Vergleichung der Pro-file der alten und neuen Brüke fand sie, daß leztere 400 Fuß Oeffnungdarbietet, während die frühere bloß 150 außer den Schlagbäumen hatte.Außerdem hat die Entfernung dieser Schlagbäume und der Brükenpfeilereine beträchtliche Vertiefung des Flußbettes unter der Brüke und oberhalbderselben herbeigeführt. Man räumte Schutt bis auf 12 Fuß Tiefe weg,und man schäzt die Menge des weggeräumten Schuttes auf 16000 Kubik-meter. Dadurch wurde der Abfluß des Sees, wie begreiflich, außer-ordentlich erleichtert. Der mit dem Neubau der Brüke betraut gewesenebadische Ingenieur machte uns auf ein Brükenjoch aufmerksam, unterwelchem das Wasser früher stehen blieb, während es jezt an gleicherStelle sehr schnell abfließt. Aus den über die Veränderungen des Seesgemachten Bemerkungen ergibt es sich, daß seit der Wegnahme der altenBrüke und der Mühlen das Niveau der Hochgewässer sich um drei Fußgesenkt hat; und ferner muß noch erwähnt werden, daß die meisten dieserBeobachtungen vor der vollständigen Wegräumung der Wasserabflußhinder-nifse gemacht wurden.
Am 1. Juni 1862, als wir in Konstanz waren, stand Las Wasser6 Fuß unter der durchschnittlichen Höhe der Hochgewässer, und warl'/r Fuß niedriger als im gleichen Monat des Jahres 1861, obgleichdie Hize um einen Monat früher eintrat und im lezten Jahre mehrSchnee fiel.
Ihre Kommission hat die Sache mit möglichster Aufmerksamkeitgeprüft; sie erhielt vorn badischen Ingenieur, einem eben so ausgezeich-neten als bescheidenen Manne, eine vergleichende Uebersicht des Wasser-standes während den lezten vier Jahren; sie hat die mit Wegräumungdes Schuttes beschäftigt gewesenen Arbeiter einvernommen; sie ließ sichdie Stelle zeigen, wo früher die Gewässer aufstauchten, so wie auch denOrt, wo sie gegenwärtig noch aufgehalten werden. Alle diese Nachweisestimmten vollkommen überein, so daß die Senkung des Niveau's derHochgewässer um wenigstens 3>/z Fuß konstatirt ist.