Band 
Erster Theil. A-D.
Seite
26
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»6 Aerostat.

$ Durch diese Röhre ging die entwickelte Lustart in dieKugelhülle über, welche dadurch aufgeschwellt, undalsdann der atmosphärischen Luft überlassen wurde.

Mit einem solchen aber ungleich größern Luftballeunternahmen die Herren Charles und Robert ausParis im December 178z ihre erste Luftreise. StattVer Gallerie hatten sie unter dem Balle ein Schiff-chen angehängt, worin sie sich ganz bequem rührenkonnten. Der Luftball war auch noch mit einem be-sondern Ventil versehen, um nöthigen Falls brennbareLuft hcrauSzulaffen, wenn ste sich niederlassen wollten.

Den größten Versuch dieser Art machte der altereMontgolfier im Januar »784. Er und Pilatre de Rozier nebst noch fünf andern Personen bestiegendie Gallerie eines Balles, welcher 126 Fr»ß hoch, 104Fuß breit, und mit verdünnter Luft gefüllt war. DieseLuftreise aber dauerte nur 12 Minuten, weil der Luft-ball einen Riß bekam, und schnell zur Erde zurücksank.Von dieftr Zeit ninimt die Periode ihren Anfang, wodie Luftballe wegen Feuersgefahr eben nicht mehr miterhitzter (eigentlich durch Hitze verdünnter), sondern nachCharles Methode mit brennbarer Luft gefüllt wurden.Pilatre de Rozier hatte den Einfall, eine Luftreifeüber die Meerenge zu machen, welche Frankreich vonEngland trennt; allein Blanchard kam ihm zuvor,und endigte feine Reise glücklich. Dennoch stieg aberRozier mit seinem Freunde Romain gleichfalls wie-der in die Luft, und zwar mit einem doppelten Luft-balle, wovon der untere nach Monrgolfier'S, derobere nach Charles Art zubereitet war. Unglücklicher-weise gerieth die ganze Maschine in Brand, und beydeLustsegelcr stürzten aus einer ansehnlichen Höhe todtzur Erde nieder.

Daß durch dieses traurige Ereigniß die übrigenLuftschiffer nicht abgeschreckt wurden, ferner Luftreifenzu machen, weiß Jeder. Blanchard beLab sich nachDeutschland , und ließ da in den meisten großen Städ-ten seine kühnen Luftreifen sehen» Er erfand auch