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Amalgamirwerk.
Wochen sang Rückstände gewaschen, so nimmt man daSQuecksilber h.rauS. Deswegen muß man die Wellensammt den Rechen ausrücken. Das Quecksilber, wel-ches aus den Bottigen kommt, wird gereinigt und sil-trirt, wie das übrige.
Erst das Durchpressen des QuickbreyeS durch ei-nen Sack, blos mir befchuheten Handen, und danndas Durchglühen der Quickkugeln in eisernen Schalenentfernt das Quecksilber und stellt das Silber, rein undblos dar. Die Schalen stehen mit ihren Böden imWasser. Daher kann das sich trennende Quecksilbernicht in Dämpfen fortstiegen, sondern wird gezwungen,sich in jenen Schalen zu sammlen. — So amalga-mirt man in diesem großen Amalgamirwerke jährlich60000 Eentner Erz, welche 30000 Mark Silber geben.
Außer diesem großen Amalgamirwerke gibt eSan der Halsbrücke noch ein anderes klemeres, das-jenige nämlich, womit man Anfangs Versuche im Gro-ßen machte. In diesem Werke sind nur zwey Fässer,wovon jedes io Cenkner faßt. Das Werk hat siineMühle, sein Sieb, seinen Durchwurf und Wa>chbot-tig, und einen andern steinernen Trog, um daö Queck-silber vom Amalgama abzusondern. Es ist recht guteingerichtet, und gleich im Anfange benutzte man dabeydas Wasserrad und die Welle, welche das Gebläsedes Abtreibeherdes in der Schmelzhütte treiben, umdie Fässer, die Mühle und daö Sieb in Bewegungzu setzen.
Bemerkenöwerth sind die Amerikanischen Amal-gamirmühlen, TahonaS, zum Feinmahlender Silbererze, welche eben so einfach als nützlichsind. Dtirch diese Mühlen erlangen die mit Vorsichtgemahlenen Erze eine so außerordentliche Zertheilung undFeinheit, daß keine andere Methode sie in so feinesMehl oder in einen so zarten Schlamm verwandelnkann. Die feinste Zermalmung der Silbererze machtja auch das vorzüglichste Erforderniß einer gut emge--