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Ausdünstung»
mal daselbst so an, daß das seit der Zeit verdunsteteWasser durch die in den Graben fallenden Regentropfenhinreichend ersetzt würde. Dar seitwärts oder sonst aufirgend eine Art in die Teiche oder Graben einströmendeSchnee - oder Rcgenwasser darf man hier offenbar füsden Ersatz jenes Verlustes rechnen. Dieses alles zeigt,daß man den Teichspiegcl nicht unnöthigerweise zu großmachen darf, und daß man die Graben beständig be-decken muß.
Nun fragt es sich: wie viel wird durch die Aus-dünstung verloren? Hierüber können blos Versucheentscheiden. Bekanntlich haben zu diesem Behuf Wal-lerius, Lambert, Mufschenbroek und andere,Experimente angestellt, und um die Größe der Ausdün-stung des Wassers zu bestimmen, verschiedene Werkzeugeerfunden; s. Atmometrr. Alle diese Experimente,selbst die von Walle ri uö nicht ausgenommen, sindmehr im Kleinen als im Großen versucht worden, wes-halb sie jene Frage immer noch nicht hinreichend beant-worteten. Allerdings ist die Beantwortung dieserFrage für den Praktiker beym Bergbaue, und für jedenandern, der mit dem Wasserhaushalte zu thun hat,und der mit dem Aufschlagwasser äußerst ökono-misch umgehen muß, von keiner geringen Erheblich-keit. Herr Freiesleben hat daher wirklich beyFrcyberg über die Ausdünstung des Wassere ausDem neugefcrtigten Kunst - und Waschgraben auf Him-mclfürst Fundgrube genaue Versuche und Beobach-tungen angestellt«
Dieser Graben war söhlig, wasserdicht, und erkonnte, wenn es regnete, sonst kein Wasser bekommen,als welches in ihn hineingeschlagen wurde. Dieseswurde in ihm bey 175 Lackter Länge, bey 1 Elle 15Zoll oberer und 1 Elle 12 Zoll unterer Weite auf isZoll seigere Höhe angespannt. Hiervon ließ man je-desmal etwa r o Zoll abdunsten, alsdann den Graben