Band 
Erster Theil. A-D.
Seite
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B ackeisen.

der Erdoberfläche allemal die niedrigsten Stellen, diesemögen nun in einer geraden oder krummen Linie liegen.Daher wird man auch meistcnkheils die Betten derBäche gcschlängelt finden. Doch kömmt es hicrbey aufdas Ge fäl le an; ist dieses groß, so wird auch das sichfrey überlassene Wasser nach und nach eine größere Ge-schwindigkeit erhalten, und manche im Wege liegendeHindernisse mit fortreißen, und mehr einen geraden alskrummen Weg sich bahnen. Daraus kann man es sichdenn recht gut erklären, warum größtencheils diejenigenBache, welche von steilen Anhöhen herabfließcn, die ge«radestcn Aushöhlungen sich gemacht haben, da hinge-gen diejenigen Bäche, welche in wenig abhängenden Ebe-nen hinfließen, öfters in außerordentlichen Krümmun-gen sich fortschlängeln. Was übrigens die Anwen-dung der Bäche zur Treibung der Maschinen betrifft,so muß ich auf den Artikel A ufschlagewasser hin-weisen.

Backeisen, Augeisen, wird in der Maschi-nenlehre ein 3 Zoll breites, i Fuß langes, und i Zolldickes Eisen genannt, welches bey Feldgestängen anden Köpfen der Schwingen eingelassen wird; in derMitte ist mit einem 2 Zoll weiten Loche versehen, umden Zapfen der Schwinge darin aufzunehmen. Mit ei-sernen Ringen werden die Backeisen an den Kopf derSchwinge, oder an dessen S cheerc, festgemacht, da-mit sie durch die Erschütterung nicht los gehen. DaEisen in Eisen mehr Friktion verursacht, folglich keineso leichte Bewegung hat, als Eisen in Messing, (s.Friktion) und da ferner die Zapfen der Wcübäumennd Kurbeln sich in kurzer Zeit abschleifen und ausar-beiten, wenn Eisen in Eisen geht, wodurch denn dieMaschine einen schwerfälligern Gang bekommen unddas Gestänge stoßen muß; so ist es weit rathsamer,die Backcisen aus Messing gießen zu lassen.

In den K u p f e r h ä m m e r n steckt jeder Hammervorn an einer 11 Fuß langen und 1 Fuß dicken Hölzer-