Band 
Erster Theil. A-D.
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Balg.

Kasten, weil die Federn die Leisten nöthigen, sich gegendie Wände des obern Kastens zu legen. Wenn die Ab-wechselungen von der veränderten Beschaffenheit derLuft den obern Kasten ausdehnen, wenn sie machen, daßjene Wände sich mehr entfernen, so bleibt weiter keinZwischenraum übrig; denn so wie sich die Wände ent-fernen, so folgen ihnen die Leisten nach. Eben dies ge-schieht, wenn sich, indem der obere Kasten in die Höhegeht, an gewissen Orten größere Zwischenräume finden^gls an den andern; hier nähern sich die Leisten nochmehr, und bedecken die Zwischenräume. Ziehen im Ge-gentheil andere Veränderungen der Luft diesen^obcrn Ka-sten enger zusammen, so treibt er die Leisten zurück, undnöthigt sie, wieder in den untern Kasten hineinzugehen.Alsdann werden die Seiten des obern Kastens ganz gleich,und der Eingang der Luft wird verstopft seyn.

Die Orffnungcn, welche die Luft in den Balg hin-einlassen, während sich der obere Kasten erhebt, sind inden Boden des untern Kastens eingefchnitten. Mannennt sie Wind schöpfe r, ein Name, den man auchden Klappen gibt, die sie verdecken. In den Hütteneiniger Provinzen gibt es zwey gleiche Oeffnungcn in ei-nem großen Blasebalge. Sie sind viereckig geschnitten,und haben ungefähr ; Zoll in der Breite, und 10 Zollin der Länge; ihre Entfernung von einander beträgtnur 2 oder ; Zoll, und vom Hintertheilc des Blasebalgsetwa 6 Zoll. Jeder von diesen Windschöpfern hat seineKlappe von proportionirlicher Größe. Zwey lederneBänder sind mit dem einen Ende an t>m Windschöpfer,und mit dem andern an den Boden des Kastens befe-stigt, und bilden auf die Weise gleichsam Charniere. Umdie Windschöpfer herum ist der Boden des Balgs mitSchaffellen versehen, die noch ihre Wolle haben. Auchan die Ränder des Windschöpfers sind eben solche Schaf-felle fest genagelt, damit, wenn die Wlndschöpfer nie-dergehen, ihre Wolle auf die Wolle von dem Bodendes Kastens falle.