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BeharrungSzussand.
gleichförmig fortgesetzt, indem das mechanische Momentder Kraft demjenigen der Last gleich wird, kann also nurin solchen. Fällen eintreten, wo die einmal in Bewegunggekommene Masse nach der Natur der Maschine bestän-dig dieselbe Bewegung behalten kann. Diese Voraus-setzung fällt aber wcgi 1) wenn die Maschine von derArt ist, daß das mechanische Moment der Last veränder-lich aussält; 2) wenn nicht immer dieselbe Masse in Be-wegung bleibt, sondern periodische Massen, die nochnicht in Bewegung find,, wieder von neuern in Vewe-Lung gesetz, werden müssen. Einen Fall drr.«rstern Arthätte man j. B., wenn der Läufer einer Getreide-mühle dN'ch eine Kurbel betrieben werden sollt«; Fälleder letztem Art hat man fast bey allen Maschinen. Z.B. bey Schneidemühlen muß das Sägegatter, beyPochwerken und Stampfmühlen überhaupt derjedesmal v»n neuem angegriffene Stempel, bey Druck-werk e n die in der Skeigröhre befindliche Waffermasseu. dgl. immer wieder von neuem in Bewegung gesetztwerden, weil alle diese Massen nach einem geschehenenHub ihre erhaltene Geschwindigkeit wieder verlieren. Beyden Fällen der letzter» Art tritt gewöhnlich zugleich dererstere Umstand, die Veränderlichkeit der Momente mirein.
Nie zeigt sich also in diesen Fällen eine gleichför-mige Bewegung. Eine Veränderlichkeit der mecha-nischen Momente der Last gibt immer eine periodische Be-schleunigung, folglich'Zugleich auch eine Ueberwucht derKraft. Im Durchschnitt ist also dabey das mechanischeMoment der Last allemal kleiner, als dasjenige der Kraft.Nun wird dadurch begreiflich auch allemal an Effekt ver-loren. Eben den Erfolg hat der Umstand, daß immerwieder ruhige Massen von neuem in Bewegung gesetztwerden müssen. Eine bestimmte Kraft braucht desto län-gere Zeit, eine gewisse Geschwindigkeit hervorzubringen,je größer die Masse ist , welche durch sie in Bewegunggesetzt werden soll, und die Geschwindigkeit wird in demAugenblicke, da man eine Masse durch.die Maschine von