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Blaufarbenmühle.
einer Farbe. Die zum Mahlen gebräuchliche Mühle,die Blaufarbenmühle, so wie auch das Poch«werk, worauf das Farbenglas gepocht wird, sind zu-sammen in einem Gebäude angebracht, und werden auchvon einem einzigen Wasserrad« in Bewegung gesetzt. Eingroßes Wasserrad steckt nämlich, wie gewöhnlich, aufeinem Ende einer langen Welle, die durch üae ganzeGebäude der Mühle geht. Mir ihren beyden Zapfenruhet diese Welle in einem Biege! oder in einer Pfanne,die in einem Gerüste angebracht ist, worauf sich derZapfen bewegt. Die Welle ist gg bis 40 Fuß lang,und etwa 2 Fuß stark. An der einen Seite der Wellesind zwey senkrechte Stirnräder in einiger Entfernungvon einander angebracht und zwischen beyden Rädern be-findet sich eine Art von Bock oder Gerüst an jedem Ra-de, wodurch die Welle eines Trillings geht. JedesRad hat also einen Trilling, und dieser wird durchdas Stirnrad in Bewegung gefitzt. Die Welle desDrillinge bewegt den Läufer der Mühle, der das Mah-len verrichtet. Folglich bewegen die beyden Stirnräderzwey Trillinge und zwey Mühlcnläufer.
Der Boden, worauf die Mühlsteine ruhen, muß,wenn er nicht von Natur fest ist, fest gemacht und aus,gepflastert werden, damit er durch die darauf kommendeLast sich nicht senke. Zu dem Bodensteine sowohl, alszu dem Läufer, wird kein Sandstein, sondern ein Kie-selstein oder ein ähnlicher Stein genommen. Der Bo-dcnstein muß 4 Fuß im Durchmesser haben, und 2 Fußhoch seyn. Er wird so viel wie möglich oben eben ge-macht, und alsdann auf den festen Boden gelegt. Inder Mitte ist eine Spur oder ein viereckiges Loch 4Zoll tief eingehauen, und der Stein selbst ist fest in denBoden eingesetzt und verrammelt. In der Spur isteine stählerne genau einpassende Pfanne gesenkt, worindie Welle des Trillings mit dem Läufer herumlaufenkann. Der Läufer wird ebenfalls mit einer Spur unddiese mit einem starken Eisen versehen, und mittelst desLochs in dem letzten mir der Mühlstange (der Welle des