750
Dampfmaschine.
schmolzen, und zwar im offenen Feuer.. Auch Elfe«wurde weißglühend zum Schmieden gemacht, aind einigejn dem Tiegel befindliche Eisenstangcn wurden von demaus dem Kupfererze ausqefchmolzenen reinen Metallestark inkrustirt. Der Nutzen dieser Erfindung für dieSchmclzkunde ist allerdings beträchtlich , sowohl als einMittel zur Verstärkung des Feuers, als auch zur Be-ireibung großer Balge beym Mangel an Wasser.
Des Engländers Le an Verbesserung der Dampf-maschine besteht darin, daß sie den Feuerplatz oderSchürort, statt ihn wie bisher zum Durchzuge der Luftoffen zu lassen, verschlossen und durch die verschlosseneWand Röhren hindurchleitetrn, welche die nöthige LuftHerbeybringen mußten. Durch Hahnen in den Röhrenrann dqe Einströmen der Luft vermehrt oder vermindertwerden. Der dazu nöthige Mechanismus wird durch einekleine Vorrichtung (eine Art von einfacher Steuerung)von der Dampfmaschine selbst, oder durch andere Mittelgetrieben.
Bey den bisherigen Dampfmaschinen ging derDampf unmittelbar von dem arbeitenden. Cylinder inden Condcnsator oder auch wohl in die freye Luft. Fopund L e a n brachten statt dessen ein beliebig großes Ge-fäß, einen Dampfb.ehälter an, in welchem sich derDampf nach jedem Zuge verbreitet. In den Conden-fator hingegen kommt blos derjenige Theil Dampf, wel-cher in dem Cylinder zurückbleibt, nachdem sich derübrige in dem Behälter verbreitet hat. In dieser Ab-sicht wird vorher die Verbindung des Cylinders mit demBehälter verschlossen. Man kann aber auch den Con-densator ganz entbehren, wenn man den in dem Cylin-der noch bleibenden geschwächten Dampf unmittelbar inden Behälter treiben läßt. Der in dem Behälter ge-triebene Dampf wird dazu verwendet, entweder einenneuen Cylinder einer Dampfmaschine auf gewöhnlicheArt zu treiben, oder um Flüssigkeiten u. dgl. zu er-wärmen.