Band 
Erster Theil. A-D.
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Dampfmaschine.

K'ssel oder andere Theile sprängen. Denn Dampf vonsolctier geringen Wärme wird im Dampfgefäße durch dieerwähnten Mittel augenblicklich in dem erforderlichenVerhältnisse ausgedehnt und bringt eine Wirkung in derMaschine hervor, die sich sonst nur mir großem Auf-wände von Brennmaterial und unter Gefahr einer Ex-plosion erhalten läßt.

Sosehr verdünnter, mit vieler Kraft wirkenderDampf, wieWoolfihn anwendet, kann auf den Kol-ben der gewöhnlichen Dampfmaschine nicht seine ganzeKraft äußern, weil, je dünner der Dampf ist, er destoleichter neben dem Kolben vorbey in den leeren Theil desCylinders schlüpft, wodurch in den übrigen Maschinenweit mehr Dampf verloren geht, folglich weit mehrBrennmaterial vergeblich aufgewendet wird, als mangewöhnlich glaubt. W o o l f hat daher eine Einrichtunggetroffen, welche die Entwcichung auch der kleinstenMenge Dampfe unmöglich zu machen scheint.

Nämlich in Maschinen von doppelter Wirkungverhindert er dies durch Quecksilber oder durch andereflüssige Metalle, welche über dem Kolben in einer Höh«stehen, bey der sie dem Drucke der Luft oder der DämpfeLas Gleichgewicht halten. Tritt der Dampf unter ei-nen solchen Kolben und hebt ihn, so verhinvert ihn dieMetallsäule, die mit dem Drucke der Dämpfe dasGleichgewicht hält, neben dem Kolben vorbey nach derobern Seite zu schlüpfen, und bey dem Herabdrückcnkann kein Dampf eher hindurch, als nicht'alles flüssigeMetall hindurckgcpreßr ist. Eine Maschine von einfa-cher Wirkung bedarf nur einer kleinen Metallhöhe überdem Kolben, da in ihr der Dampf nur auf die eineFläche des Kolbens drückt. In ihr reichen daher Oel,. Wache und ähnliche Substanzen zu dieser Absicht hin,wenn man sie in gehöriger Menge nimmt und darauf, sieht, daß dar Abführungerohr, welche» den Dampfnach dem Condensaror leitet, eine solche Lage und Größe^hft, daß der Dampf hindurchgehen könne, ohne etwasvon der Flüssigkeit, die neben dem Kolben entschlüpft