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Drchdo ck-tt.
auf einem Pfahle, worin eine mir Eisen gefütterte Büchseangebracht ist. In die'cr Büchse dreht sich der Zapfender Brücke. Der Pfahl muß in dem Grunde des Ka-nals gut befestigt seyn, danurcr seinen senkrechten Standnicht verliere. Die Brücke ist noch einmal so lang, alsbreit, und wird von 3 bis 5 eichenen Brückenrurhen,die mit Riegeln verbunden sind, gut zusammengehalten,so wie mit eichenen Rahmen eingefaßt. So entstehteine Art von Rostwerk, worauf zum Fahren, Reitenund Gehen eine Belegung von eichenen Bohlen kömmt.Man richtet diese Brücke übrigens so ein, daß sie mitihren beyden Enden auf dem übrigen Theile der Brückeund dem Ufer auftiegt. Alödann wird sie mittelst einesSeils gedreht, welches in der Mitte um einen horizon,talcn Haspel gewickelt, an beyden Enden aber an dieKante der Drehbrücke befestigt ist. Dieser Haspel kannbey Stadtthoren unter dem Thore in einem Gewölbe,bey Kanälen auch in einem Gewölbe unter dem Pstasteeder Kanalmauer, oder auch unter der Brücke selbst an-gebracht weeden.
Eine noch bessere Art der Drehbrücken ist folgende.Eine breeite zmd starke Pfoste wird von einem Ufer biszum andern gelegt. Diese Pfoste ist auf einer hölzernenSäule fest gemacht, welche unten in einer Büchse wiein einer Angel beweglich ist. Sie ist entweder nur mitEisen beschlagen, oder mit einem eisernen Zapfen verse-hen , der in der mit Eisen auögeschlagenen Büchse ruht.Eine Strebe von der Säule bis zur Brücke dient letzte-rer zur Unterstützung und zu mehrerer Verbindung mitder Säule, wodurch das Herumdrehen erleichtert wird.An -er Brücke ist eine Kette befestigt, die um einige aufdem Lande befestigte Rollen herumläuft, woran Kurbel»zum Drehen sich befinden. Mittelst dieser Vorrichtungkann man die Passage der Brücke nach Belieben hem-men und wieder herstellen. Daß die Brücke auch einGeländer hat, wird Jeder von selbst einsehen.
Drehdocken sind m Bohrmühlrn auf den