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Dreschmaschine.
6. Ihre Unterhaltungskosten müssen, im Durch«schnitt gerechnet, das jährlicheDr.fcherlohn wenig-sten« nicht übersteigen, vielmehr demselben nichteinmal gleich kommen.
7. Man muß mit ihr die Arbeit in weniger Zeit ver-richten können, als die Drescher- dazu gebrauchen,und doch muß sie zweckmäßig von Sra'ten gehen.Jetzt will ich die vorzüglichsten Arten der Dresch,
Maschinen durchgehen. Einige derselben werden durchThiere , andere durch Wasser, und wieder ander, durchMenschenhände bewegt.- Das Dreschen verrichten sieentweder durch Stempel oder durch Schlägel, welchegehoben werden und wieder niederfallen, oder durchWalzen, welche über das Getreide herrollen, oderdurch Dreschflegel, welche entweder wie die Stem-pel gehoben oder durch eine Welle gedreht werden. DieGarben bleiben entweder auf ihrer Stelle liegen, oderwerden durch Menschen untergelegt, oder auch dieDreschtenne bewegt sich zugleich mit der arbeitenden Ma-schine und treibt die Garben unter die Dreschfiegel oderunter die Stampfen oder unter die Schlägel, und dannwieder hervor. Den Namen D r e sch ni ü h l e n führenübrigens diese Maschinen, weil die meisten in der Artihrer Bewegung mit den Mühlen viel Aehnlichkeit ha-ben.
Die älteste der bekannten Dreschmaschinen ist dieje-nige , welche ein Herr vonAm dorren zu Paddernin Kurland im Jahr 1670 erfunden hat, und die imJahr 1679 durch Feuer zu Grunde gerichtet wurde. Siesoll das Getreide nicht nur ausgcdroschen, sondern auchgereinigt haben. Ein runder Dreschboden bewegte sichlangsam so herum, daß, indem die Flegel auf der einenSeite droschen, eine Person auf der andern Seite dasStroh wegnehmen und frische Garben auflegen konnte.Der Dreschboden war nach dem Mittelpunkte zu etwasvertieft und daselbst durchlöchert. Unter diesem durch-löcherten Theile befand sich ein Mühltrichtcr, an dessenunterster Oeffnunz ein stets blasender Blasebalg ange.