Druck des Wassers. 871
wodurch die Luft herausgetrieben wird. Dazu gehörenauch einige Arten von Sp ringbrunnen. Mir einemKolben wird das Wasser in Saugpu-mpen gehoben.Wie dies geschieht, erfährt man aus dem Artikel Sang-werke.
Auch der Elasticität der Luft bedient, man sichbey der Bewegung gewisser Maschinen,. z. B. der D r u ck-werke, der Springbrunnen u. s. w.; s. Elasti-cität der Luft.
Druck des Wassers. Gute Einsichren indie Lehre vom Drucke des Wassers sind in der aus-übenden Mechanik von unschätzbarem Nutzen. Es seyA CD B Fia. 6 Taf. IX. ein senkrechtes cylindriswesoder prismatisches Gefäß mit Wasser. Der waagrechteBoden LO dieses Gefäßes wird dann von dem darinenthaltenen Waffr mit einem Gewichte gedrückt, dasder Last des im Gefäße befindlichen Wassers gleich ist,weil ein jedes Wasserkheilchen den waagrechten Bodenmit seinem gefammtcn Gewichte niederpreßt. Bey flüs-sigen Materien nämlich findet gar keine Reibung in ih-ren Theilen Statt, und sie sind daher unter sich eben sobeweglich, wie im leeren Raume. Wenn daher einTheil oder etliche Theile durch eine bewegende Kraft ei-nen Druck erleiden, so werden auch diese Theile von derganzen Masse getrennt und fortbewegt werden. Esfolgt demnach weiter, daß ein jeder Theil einer flüssigenMaterie von dem darüber und darunter liegenden Theileeben so stark gedrückt wird, als er selbst die darüber unddarunter liegenden Theile drückt, wenn die ganze flüssigeMaterie in Ruhe ist. Denn waren die Drückungmauf irgend einen Theil in der Masse nach den entgegen-gesetzten Richtungen nicht gleich groß, so würde sich auchder Theil nach der Richtung des starker» Drucks hinbe-wegen, mithin die flüssige Masse nicht in Ruhe seyn.Hieraus fließt also ohne Zweifel folgender Satz: Einjedes in einer flüssigen Materie befindliches Theilchenwird, wenn die ganze flüssige Masse m Ruhe ist, nach