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Excursion der Section Rhätia auf die Sulzfluh im Rhätikongebirge
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Mitte Juni beginnt gewöhnlich die Heuerndte und dauertfast ununterbrochen bis Mitte September. Obwohl dieseArbeit sehr strenge ist, indem alles Heu auf die Ställe ge-tragen wird und vom frühen Morgen bis spät Abends fortdauert, so ist dies doch die Freudezeit der Thalbewohner.Auch auf den Touristen macht das geschäftige, gewandte'Treiben dieser Leute auf den Wiesen und Mädern, in derkühlen Alpenluft und umweht vom aromatischen Duft desBergheues einen freundlichen Eindruck. Man weilt gernin der Nähe der Gruppen von Heuer und Heuerinnen.

Wenn regnerisches Wetter droht oder die Witterungfeucht ist, wird das Gras oder Heu auf Fleinzen gebracht,um es vor Nässe zu schützen und dem Windzug stärkerauszusetzen.

Nach 8—10 Tagen ist die Heuerndte der tiefstgelegenenWiesen gewöhnlich zu Ende. Man steigt dann in die höhergelegenen und Ende Juli oder im August auf die Mäder,steile, hohe Bergseiten, wohin das Grossvieh nicht zurWeide getrieben werden darf. Auf diese Bergmäder wirddas erforderliche Kochgeräth und der Speisevorrath auflängere Zeit mitgenommen; auf den Heuställen wird übex - -nachtet.

In früheren Jahren waren die Wohnungen des Thaieszu dieser Zeit wie ausgestorben, nur hie und da sah einwundriges altes Mütterchen zum engen Fensterchen hinausoder sass an der Thürschwelle. Desshalb wurden (und diesgeschah bis vor 6 Jahren) in den einzelnen DorfschaftenW achen aufgestellt. Jetzt ist dies nicht mehr nöthig, weilwenige Häuser gänzlich unbewohnt bleiben und die Sicher-heit grösser ist.

Sind die Bergwiesen geerndtet, so zieht wieder alles in’sThal herunter, wo unterdessen die Wiesen sich mit einemzweiten grünen Kleid überzogen haben, dem Krumet oder