Band 
Vierter Theil. R-Schrau.
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141
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Röhre 141

der Druck gegen die Wände schwächer. Am sicher-sten würde man freylich gehen, wenn man die Wand-dicke für jedes merklich höher stehende Röhrstück be-sonders bestimmte.

Die obige Formel, welche ich in dem darunterbefindlichen Beyspiele auf bleyerne Röhren anzuwen-den lehrte, kann 'begreiflich auch gebraucht werden,um die nöthige Wanddicke anderer Rühren zu bestim-men, die nicht auS Bley gegossen sind. Es kommtnur darauf an, daß man das Verhältniß der eigen-thümlichen Festigkeit des Bleyes zur Festigkeit des-jenigen Stoffs kennt, woraus die Röhre verfertigtwerden soll; f. Stärke verschiedener Mate-rien. So ist z. B. nach Musschenbroeks Ver-suchen das Kupfer wenigstens zehn Mal fester alsdas Bley. Die Wanddicke einer kupfernen Röhrekann also, unter übrigens gleichen Umständen, zehnMal kleiner seyn, als die Wanddicke einer bleyernenRühre. Am bequemsten führt man die Rechnung,wenn man aus der obigen Formel die Wanddicke derkupfernen Rühre unmittelbar eben so sucht, als wenndie Röhre eine bleyerne wäre, und dann nur denzehnten Theil der auf diese Art bestimmten Dickebeybehält. Aber auch hier darf die verhaltnißmäßigeVermehrung der gefundenen Dicke, wegen deö durchdie Bewegung des Wassers erzeugten stärker» Drucksnicht übersehen werden, wenn man sicher gehen will.

Die',Geschwindigkei't des Wassers in den Röh-renleitungen wird vorzüglich durch die Adhäsion desWassers gegen die Röhrenwände vermindert. Aberauch die in den Röhren eingesperrte Luft bringt eineVerzögerung zuwege, besonders da, wo viele undstarke Wendungen vorkommen. Den im letztem Falleerzeugten Fehler sucht man durch Luft- oder Wind-stöcke (kurze hin und wieder senkrecht auf die Röh-ren gesehte Rührstücke, durch welche die Luft entwei-chen kann) abzuhelfen. Man darf auch die Vorsicht