Ma Röhre
nicht außer Acht lassen, in jeder unterwärts gehen-den Beugung der Röhrenleitung an dem tiefsten Orteeinen Spunt anzubringen, und die Einrichtung sozu machen, daß das Wasser von da leicht nach ei-ner tiefern Stelle durch einen Graben oder durcheine angebrachte Seitenröhre abgeleitet werden kann,damit man nöthigen Falls im Stande sey, allesWasser aus der Röhrenleitung abzulassen.
Es ist ferner sehr nothwendig, am Eingängedes Wassers in die Röhrenleitung einen Schiebermit einer geringen Oeffnunq anzubringen, um beymAnlassen des Wassers die Röhrenleitung mit demsel-ben nur langsam zu füllen, damit die Luft Zeit undGelegenheit habe, durch die Windsiöcke herauszutre-ten. In dieser Absicht muß gleich nahe beym Ein-gänge in der Röhre ein Windstock befindlich seyn.
Wenn die Röhrenleitung nickst mehr die gehörigeWassermenge durchführt, so muß man untersuchenkönnen, in welchem Röhrenstück der Fehler liegt. Eswird zu dem Ende von Strecke zu Strecke, z. B.in einer Entfernung von 50 Fuß, ein Spuntlochoder eine Angußröhre mit ejner vorgefchraubten Platteangebracht. Durch solche Oeffnungen kann man nunnachsehen, bis in welche Gegend der Röhrenleitungdas Wasser noch seinen ordentlichen Abfiuß hat.Dergleichen Untersuchungssiellen werden Wechselgenannt. Da die Röhrenleitung immer einige Fußtief mit Erde bedeckt seyn muß, so ist es nöthig,wenigstens an mehreren Plätzen, wo fich solche Wech-sel befinden, große Steine einzusehen, die über dieErde hervorragen. Man weiß also dann gleich, woWechsel zu finden sind. Alle Wechsel braucht mannicht mit solchen Steinen zu bezeichnen, wenn mandie Entfernung derselben von einander weiß.
Erdige und andere fremdartige Theile, die sichmit in die Rühren ziehen, auch Wasscrgcwächse, ver-engen nach und nach die Röhre. Es ist deswegen