Band 
Vierter Theil. R-Schrau.
Seite
417
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Schnellwaage 417

Schnelligkeit des Lausers oder des obernMühlsteins, s. Kornmühle.

Schnellkraft, s. Elasticität.

Schnellwaage, RömischeWaage. So nenntman eine Waage, an welcher man mit einerley Ge-gengewicht Lasten von sehr verschiedenem Gewicht ab-wägen kann. Römische Waage soll sie von demArabischen Rom man heißen, welches Wort so vielals Granatapfel bedeutet, indem das Gegengewichteine solche Gestalt hatte.

Die Schnellwaage ist auf folgende Art ein-gerichtet. Eine gerade unbiegsamc Stange Fig.5. Taf. VI.', die an C hangt, tragt in A den abzu-wägenden Körper p, an dein langem Arme CB aberein bewegliches Gegengewicht B, welches man ge-meiniglich den Läufer nennt. Man nehme erst einMal'an, der Balken AB sey ohne Schwere. Nuntheile man den Arm C B in so viele gleiche Theile,als sich thun läßc; und jeder dieser Theile sey AC.Gesetzt, der Läufer I' stehe im Fall des Gleichge-wichts auf der 2ten Zahl, so ist das Gewicht p2 Mal größer, als das Gewicht des Läufers;steht der Läufer auf -er Zahl 4, so muß das Gegen-gewicht 4 Mal kleiner seyn, als das Gewicht p,wenn das Gleichgewicht Statt finden soll rc. Dennaus der Lehre von, Hebel wissen wir, daß das Ge-gengewicht, welches zum Abwägen einer Last bestimmtist, in der doppelten Entfernung vom Ruhepunktenur halb so groß zu seyn braucht, als die Last inder einfachen Entfernung; in der vierfachen Entfer-nung vier Mal kleiner, in der achtfachen acht Malkleiner u. s. w. Je mehrmal daher die Länge desArms CB die Länge des Arms A C übertrifft, einedesto größere Last kann man auf der Waage wägen.Es wäre also gut, wenn AC möglichst klein ausfiele;

IV. Theil. D d