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Ueber den Einfluss der Ermüdung auf den zeitlichen Verlauf der Muskelthätigkeit : Programm wodurch zur Feier des Geburtsfestes Seiner Koeniglichen Hoheit unseres durchlauchtigsten Grossherzogs Friedrich im Namen des academischen Senates die Angehörigen der Albert-Ludwigs-Universitaet einladet / der gegenwärtige Prorector Dr. Otto Funk
Entstehung
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Bei zahlreichen Wiederholungen der bedeutungsvollen Yersuche,durch welche H. Kronecker 1 ) die Gesetze der Muskelermüdung, d. h.die Gesetze der Aenderung der Contractionsgrösse des Muskels im Ver-lauf einer fortgesetzten Reihe in regelmässigen Intervallen wiederkeh-render Zuckungen unter dem Einfluss der wichtigsten Modificationender Arbeits-Art, Grösse und Folge festgestellt hat, war mir eineauffallende Erscheinung entgegengetreten, deren nähere Verfolgung dieVeranlassung zu den nachstehenden Untersuchungen gegeben hat. Eszeigte sich nämlich gegen das Ende längerer Arbeitsreihen eine so augen-scheinliche, allmälig zunehmende Verzögerung des Zuckungsablaufs, ins-besondere eine so beträchtliche Verlangsamung der zweiten passiven Phaseder Wiederausdehnung des contrahirten Muskels, dass schliesslichselbst bei längeren Reizintervallen von 6 und mehr Secunden der Muskelnicht Zeit fand, bis zum Beginn der folgenden Zuckung sich wieder aufseine ursprüngliche Länge auszudehnen, mithin die Abscisse, von welchersich die auf ruhender Fläche verzeichneten Zuckungsordinaten er-hoben, stetig anstieg. Wurde in diesem Ermüdungsstadium die Reizungsistirt, so beanspruchte das vollständige Zurücksinken des Zeichenstiftesbis zum Niveau der ursprünglichen Abscisse um so längere Zeit, je

i) H. Kronecker, über die Ermüdung und Erholung der quergestreiften Mus-keln. Ber. d. K. säcbs. Ges. d. Wiss. Math. phys. CJ. 1871, pag. 177.