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28/E (1891) Erläuterungen zu Blatt Wolmünster / von Dr. E. Schumacher
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Blatt Wolmiinster.

Untere

Trochitenbank.

Obere

Trochitenbank.

fast in allen Lagen sehr denen des Voltziensandsteins, nur dassbraunrothe Färbungen hier so gut wie gar nicht Vorkommen,während trübviolette häufig sind. Die im weniger angegriffenenZustande hellockergelben (bei ganz frischer, oberflächlich abernicht zu beobachtender Beschaffenheit wahrscheinlich grünlichgraugefärbten) dolomitischen Sandsteine erscheinen nach Auslaugungder Dolomitsubstanz je nach dem ursprünglichen geringeren odergrösseren Gehalt derselben braungelb bis dunkelbraun gefärbt undsind im letzteren Falle sehr mürb (mulmig). Eine solche Ausbil-dung ist namentlich für ein bis mehrere Bänkchen bezeichnend,welche unmittelbar auf die oberste Bank des Voltziensandsteins(meistens also auf den Grenzletten) folgen oder nur durch 13 dmeines hellfarbigen, häufig in grauen Thon übergehenden Sand-steins von derselben getrennt werden.

Diese, indess häufig in hellere Sandsteine übergehendentiefsten Bänkchen können unter der Bezeichnung «untere Tro-chitenbank» zusammengefasst werden. Sie zeichnen sich nämlich,ausser durch das stellenweise sehr reichliche Vorkommen von Mu-scheln, wie Myophoria vulgaris, ovata u. laevigata, Lima striata , My-tilus vetustus, Gervillia socialis u. mytiloides, Pecten discites u. v. a., inSteinkernen, ganz besonders durch häufige Encrinus-G 1 ieder aus.Die meist auffallend kleinen Trochiten, deren Durchmesser gewöhn-lich nur 13 mm und selten mehr als 1 cm beträgt, sind mit dendolomitischen Bestandtheilen des Gesteins gewöhnlich vollständigaufgelöst und haben ihren Umrissen entsprechende, oft mit einemfeinen schwarzbraunen Mulm erfüllte oder ausgekleidete Hohlräumezurückgelassen, in deren Mitte sich die Ausfüllungsmasse desNahrungskanals als äusserst dünnes Säulchen zu erheben pflegt.

Eine «obere Trochitenbank», welche etwa 3 m über derBuntsandsteingrenze hin und wieder beobachtet werden kann, ent-hält ausser den Trochiten als Leitversteinerungen noch Terebra-tula vulgaris und Spiriferina fragilis, welche beide in der unterenBank ziemlich selten sind, so dass man die obere auch als eineTerebratel-Spiriferinen-Bank bezeichnen kann. In derselbensind ausserdem mehr oder weniger häufig: Myophoria vulgaris undlaevigata, Gervillia socialis und costata, Lima lineata und striata ,